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Kappelner Lions-Club : Lions empfangen Gäste aus 17 Ländern

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

26 Jugendliche von vier Kontinenten nehmen am Jugendcamp teil.

Aus der Halle von Ancker Yachting am Grauhöfter Weg klingt lautes Gelächter. Viele junge Menschen spielen Wikinger Schach, fahren mit Hoverboard oder Elektro-Roller. Ein anderer Teil der Gruppe ist bei der Mathe-Magie-Ausstellung in der Werfthalle Mittelmann am Pierspeicher. Eigentlich wollten sie Stand-up-Paddling auf der Schlei ausprobieren und grillen, aber das Wetter hat ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das tut der guten Stimmung aber keinen Abbruch.

Internationaler Besuch bei den Lions in der Schleistadt: 26 Jugendliche aus Finnland, den USA, Georgien, China, Brasilien, der Mongolei, Taiwan, Polen, Israel, Frankreich, Italien, Schweden, Polen, der Türkei und Litauen nehmen an dem sechsten Jugendaustausch teil, der vom Lions-Club-Distrikt organisiert wurde. Die Gäste sind im Alter zwischen 17 und 21 und haben die erste Woche in Norddeutschland in einer Gastfamilie verbracht. Am Sonntag sind sie alle in der Jugendherberge in Kappeln eingetroffen. Von dort werden sie in dieser und in der nächsten Woche ihre Exkursionen durch Schleswig-Holstein, nach Hamburg und Berlin sowie nach Dänemark starten.

„Moin, moin – just join!“ ist das Motto des Austausches. Moin, moin – das hat auch Hanad schnell gelernt. Der 20-jährige Student kommt aus den USA, ist das erste Mal in Deutschland und ganz begeistert vom Norden. „Ich mag die Menschen, das Essen, die Qualität der Luft und die vielen Windmühlen“, sagt er. Die große Windmühle „Amanda“, aber auch die vielen Windkrafträder findet er sehr schön. Nicht mal das Wetter stört den Mann aus Kalifornien. „Ich war mit meinem Gastvater laufen. Nach sieben Kilometern war uns warm, dann sind wir in der Ostsee geschwommen“, berichtet er. Kalt? „Ja, aber es war okay. Schön frisch“, sagt er und lacht. Er freut sich auf die nächsten Tage und würde auf jeden Fall gern noch einmal nach Deutschland reisen.

Jacqline ist ebenfalls 20 Jahre alt und kommt aus Taiwan. Sie ist bereits zum zweiten Mal in Deutschland, eine taiwanesische Freundin wohnt in Bonn. Die hat sie im vergangenen Jahr besucht. Ihr ist aufgefallen, wie flach das Land im Norden ist – und besonders grün. Sie war mit ihren Gasteltern einmal am Strand. Aber sie schüttelt sich ein bisschen. „In Taiwan ist gerade Sommer“, sagt sie. Naja, hier eigentlich auch. Sie lacht. „Da sind jetzt etwa 35 Grad.“ Aber unabhängig von den Temperaturen gefällt es ihr sehr gut. Sie schwärmt vom Essen. „Ich mag Fischbrötchen und das dunkle deutsche Brot. Es sieht ein bisschen aus wie ein Stein, aber das mag ich sehr“, sagt Jacqline.

Organisiert hat den Austausch, der im zweijährigen Rhythmus stattfindet, Karl-Heinrich Mohr für den Distrikt Nord. Matthias Gloge, Präsident der Kappelner Lions, findet die Idee klasse. „Das ist auch eine Art der Völkerverständigung und Sicherung des Friedens in unserer heutigen Zeit. Ich hoffe, dass daraus auch für euch neue Ideen und Freundschaften untereinander entstehen. Danke, dass ihr hier seid und dieses Abenteuer ‚Lions Youth Exchange‘ mitmacht“, sagte er in seiner Begrüßungsrede.

Die Mithilfe beim Jugendcamp ermöglicht es dem Kappelner Lions-Club, zukünftig Kinder oder Jugendliche aus der Region in Jugendcamps in viele andere Ländern zu entsenden. Wer Interesse an dem Jugendaustausch hat, kann sich beim Jugendbeauftragten, Thedje Ancker, oder beim Präsidenten melden und registrieren lassen. Die Listen mit den Reisezielen und Bewerbungsmodalitäten werden im Herbst veröffentlicht. Es besteht die Möglichkeit, dass der hiesige Club die Reisekosten übernimmt. Für die Unterbringung und Verpflegung im Ausland kommen die Lions-Clubs vor Ort auf.


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erstellt am 27.Jul.2017 | 07:00 Uhr

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