zur Navigation springen
Schlei-Bote

13. Dezember 2017 | 22:13 Uhr

Kappeln : Letzter Zuschuss fürs Schwimmbad

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Zum vorerst letzten Mal taucht der jährliche Zuschuss für die Ellenberger Schwimmhalle in der städtischen Haushaltsplanung auf.

shz.de von
erstellt am 28.Jan.2014 | 07:30 Uhr

Jede Menge Zahlen lösten bei den Mitgliedern des Ausschusses für Jugend, Kultur, Sport und Schulen (JKSS) mindestens ebenso viele Diskussionen aus. Zur Debatte standen die Haushaltsansätze des durchaus vielfältigen Zuständigkeitsbereichs des Gremiums, von denen an dieser Stelle nur die auffälligsten wiedergegeben werden sollen. Dem Hauptausschuss werden die gleichen Zahlen erneut vorgelegt werden – und dessen Vorsitzender Matthias Mau verfolgte die Aussprache des JKSS-Ausschusses bereits jetzt mit aufmerksamem Blick. Und erlebte eine am Ende einstimmige Empfehlung.

Verwaltungsmitarbeiter Thomas Johannsen präsentierte das 16 Seiten umfassende Zahlenwerk mit Überblick. Unter anderem erklärte er die beim Gymnasium im Vergleich zum Vorjahr um immerhin gut 55.000 Euro gestiegenen Ausgaben bei der baulichen Unterhaltung mit zusätzlichen Sanierungsaufgaben, darunter die Decke in der Aula, die Sporthalle oder die Mädchen-Toiletten. Und er kündigte neue Ressourcen an, die diese Kosten zumindest in Teilen wieder auffangen könnten. „75 Prozent dieses Geldes werden wir über die neue Regelung der Gastschulbeiträge wieder reinholen“, sagte Johannsen. Auch die Heizkosten sind mit gut 30.000 Euro höher veranschlagt als 2013. Dazu Johannsen: „Dafür hatten wir 2013 schon zu wenig eingeplant.“ Auch die Gemeinschaftsschule – obwohl in Trägerschaft des Schulverbandes – kostet die Stadt Geld. 1,246 Millionen Euro sind an eben diesen Verband zu zahlen – ein Betrag, der zwar langsam, aber kontinuierlich steigt.

Erstmals hat im Haushalt für 2014 die Stadtbücherei Eingang gefunden. Zum Jahresbeginn ist der Betrieb vom Büchereiverein auf die Stadt gewechselt. Konsequenz: Aus dem bis dahin städtischen Zuschuss als jährlicher Aufwand ist nun eine detaillierte Aufschlüsselung sämtlicher Einzelposten geworden, darunter Personalkosten, Bewirtschaftung, Verwaltungsaufwendungen. Unterm Strich allerdings bleibt das Jahresergebnis nahezu identisch. Letztmalig dagegen taucht der mit 65.000 Euro kalkulierte Zuschuss für den Betrieb der Ellenberger Schwimmhalle auf. In der zumindest bis 2017 bereits grob bemessenen Haushaltsfestschreibung prangt dort jedes Mal eine schlichte Null.

Weil der Weidefelder Strand unter den Oberbegriff Sportstätten zu subsumieren ist, laufen auch seine Erträge und Aufwände über den JKSS-Haushalt. Hilly Gosch (Grüne) hatte zuvor Verwunderung darüber geäußert, da sich ein weiterer Tagesordnungspunkt mit Markierungsarbeiten und Risssanierungen am Parkplatz des Strandes beschäftigte. Aber auch diese mit 20.000 Euro kalkulierten Maßnahmen empfahl der Ausschuss schließlich mit einer Enthaltung (Grüne). Gleichwohl hatten etwa Marta Kraft und Wiebke Christiansen-Hansen (beide CDU) Zweifel daran geäußert, ob diese Summe tatsächlich ausreicht. Nach den Worten Thomas Johannsens soll mit diesem Geld eine Deckschicht zunächst abgefräst, danach eine dünne Schicht aufgetragen und schließlich neu lackiert werden. Der aktuelle Zustand erlaube demnach keine gelenkte Verkehrsführung mehr. Zudem sollen mit der neuen Markierung gleichzeitig Behindertenparkplätze entstehen. Johannsen: „Es gibt eine Kostenermittlung vom Bauamt.“ Das reichte schließlich als Argument.

Weiteres in Kürze:

> Das Gymnasium beantragte mehrere geringfügigere Investitionen. So wünschte sich die Fachschaft Kunst eine Oberfräse und eine Projektionsleinwand (insgesamt 800 Euro). Die Fachschaft Biologie bat um neue Stopfpräparate, da die derzeitigen bereits genauso alt seien wie die Schule selbst (zirka 2000 Euro). Mit einer Leinwand und zwei Großbass-Xylophonen wandte sich die Fachschaft Musik an den Ausschuss (insgesamt 3200 Euro). Das Gremium empfahl alle Investitionen einstimmig.

> Unter dem Punkt Verschiedenes erklärte Thomas Johannsen auf Nachfrage, dass der ursprünglich geplante Kunstrasen auf dem Sportgelände in der Hindenburgstraße noch nicht aufgebracht worden sei. Die Fläche liege so ungünstig, dass man sogar eine Baustraße errichten müsse, damit die Fahrzeuge dorthin gelangten – ein Umstand, für den die bewilligten 35.000 Euro bei Weitem nicht ausgereicht hätten. Wiebke Christiansen-Hansen wünschte sich, dass der Ausschuss künftig darüber informiert werde, wenn einzelne Beschlüsse nicht umgesetzt werden und daher noch unerwartet Geld zur Verfügung steht. Michael Arendt (LWG) plädierte dafür, dass sich der Ausschuss mit Alternativen zur Platzgestaltung befassen solle.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert