Streit um Markennamen : Langballig will den „Fjord“ behalten

Die Flensburger Förde (hier bei Holnis) soll nach den Vorstellungen von Stefan Jepsen, Vorsitzender des Touristikvereins Amt Langballig, weiterhin als „Flensburg Fjord“ vermarktet werden.
Die Flensburger Förde (hier bei Holnis) soll nach den Vorstellungen von Stefan Jepsen, Vorsitzender des Touristikvereins Amt Langballig, weiterhin als „Flensburg Fjord“ vermarktet werden.

Der Touristikverein des Amtes hält am Marketingbegriff fest – und wendet sich damit gegen die Entscheidung der Tourismus-Agentur Flensburger Förde.

shz.de von
02. Mai 2015, 14:00 Uhr

Die Entscheidung ist gefallen: Die Tourismus-Agentur Flensburger Förde (Taff) bewirbt ihre Städte und Gemeinden künftig mit „Flensburger Förde“. Damit konnten sich die Befürworter des vor Jahren in Flensburg eingeführten Begriffs „Fjord“ im Markennamen nicht durchsetzen. Die Taff ist eine Lokale Tourismus-Organisation von Flensburg, Glücksburg, Langballig und Harrislee.

Stefan Jepsen, Vorsitzender des Touristikvereins Amt Langballig, hatte noch kurz zuvor anlässlich der Jahresversammlung seines Vereins, seine eigene Tendenz veranschaulicht: Eindeutig hatte er sich dafür ausgesprochen, beim Tourismus-Marketing für die Region Flensburg – unabhängig von der geologischen Korrektheit – beim verwendeten Logo nicht zu „Förde“ zu wechseln, sondern an „Fjord“ festzuhalten. Zehn Jahre sei mit diesem Begriff geworben und dieser einheitlich von der Schlei bis nach Dänemark hinein genutzt worden. „Meiner Meinung nach wäre es dumm, das jetzt wegzuwerfen“, sagte er.

Jepsen bezeichnete sich als eindeutigen Befürworter der LTO. In deren Auftrag habe die seit Jahresbeginn tätige neue „Tourismusagentur Flensburger Förde" (Taff) als Nachfolgerin von „Flensburg Fjord Tourismus (FFT)“ ihre Arbeit aufgenommen.

Deutliche Kritik übte Jepsen daran, dass es bisher noch nicht zu einer vertraglichen Vereinbarung zwischen Taff und Touristikverein über Art und Umfang der Zusammenarbeit gekommen sei, obwohl seit August 2014 Gespräche darüber geführt würden.

Amtsvorsteher Peter-Wilhelm Jacobsen ließ keinen Zweifel daran aufkommen, dass sowohl der Touristikverein als auch die Touristik-Information im Bürgerbüro der Amtsverwaltung weiterhin bestehen und ihre Arbeit weiterführen sollen: „Die Basis sind die touristischen Anbieter vor Ort, und die sollte man nicht vergessen.“ Als neue Leiterin des Landschaftsmuseums Angeln in Unewatt sprach sich dann Inga Latendorf für eine enge Zusammenarbeit aus. Kassenwartin Rita Lorenz-Petersen wurde einstimmig wiedergewählt.

Im Bericht der Geschäftsführung hatte Jepsen zu Beginn mitgeteilt, dass dem Verein 65 aktive Mitglieder angehören. Von den 400 vorhandenen Gästebetten seien leider nur wenige online buchbar. Diese geringe Quote müsse deutlich angehoben werden. Die seit Jahren bewährten Angebote für Kinder in der Feriensaison würden fortgeführt. Das diesjährige Sommerfest des Vereins finde am 8. August auf dem Ferienhof Petersen in Dollerupholz statt.

Zum Schluss der Sitzung stellte Dennis Jessen von der Kommunikations- und Presseagentur „TextNetz KG“ in Niesgrau die Arbeit seines Unternehmens, das auch für den Touristikverein tätig ist, vor. Er bezeichnete eine bundesweite am Endverbraucher orientierte Pressearbeit als wichtigen Baustein für erfolgreiche Medienkommunikation und erläuterte die Vorgehensweise bei der Platzierung von Berichten. Dabei würden monatlich etwa 4000 Tages- und Wochenzeitungen erreicht.

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