"Kurs Haithabu": Die Schiffe sind da, das Fest kann starten

Vibeke Bischoff, Skipperin der 'Havhingsten', lädt heute und morgen zur Besichtigung ihres Schiffes ein.  Foto: Heldt
Vibeke Bischoff, Skipperin der "Havhingsten", lädt heute und morgen zur Besichtigung ihres Schiffes ein. Foto: Heldt

Heute und morgen großes Rahseglertreffen mit üppigem Beiprogramm in und um Haithabu und in Schleswig

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14. Juli 2012, 08:09 Uhr

schleswig | Die falschen Helme in der richtigen Stadt. Nie und nimmer, so die Historiker, trugen die Wikinger Hörner an ihren Helmen. Wie der putzige "Wicki" oder der garstige "Hägar". Doch das macht nix. Schon gestern schaukelte sich die Wikinger-Stimmung in Schleswig und seinem Vorläufer Haithabu ordentlich in die Höhe. Geschäfte waren dekoriert, Wikinger-Feuerzeuge wurden angeboten, Wikinger-Bücher stapelten sich. Währenddessen kämpfte sich die "Havhingsten", der größte Rahsegler, der an dem Treffen teilnimmt, die innere Schlei hoch und machte gegen

16 Uhr in Haddeby am Yachthafen fest.

Allerdings: Gutes Wetter hatte sie nicht mitgebracht, die "Havhingsten". Gerade als zahlreiche Schaulustige am Steg auf das Flaggschiff von "Kurs Haithabu" warteten, verdunkelte sich der Himmel, und es ergoss sich ein kräftiger Schauer. Eine Flaute sorgte zudem dafür, dass die 112 Quadratmeter große Segelfläche eingerollt blieb. Dem großen Interesse der Wikinger-Freunde tat dies jedoch keinen Abbruch. Mit munterem Klatschen begrüßten sie den fast 30 Meter langen Nachbau des historischen Seglers "Skuldelev".

Heute um 10 Uhr ist dann die offizielle Eröffnung des ersten deutschen Rahsegler treffens unter dem Motto "Kurs Haithabu" durch Ministerpräsident Torsten Albig. Danach dürfte es rund gehen auf den vier Arealen des großen Wikinger-Fests: dem Schleswiger Stadthafen, dem Haddebyer Gelände zwischen Anleger und "Odins", dem Streifen zwischen Wikingermuseum und nördlichem Walltor sowie an den Wikingerhäusern.

Falls es regnen sollte, dürfte das Wikinger-Erlebnis im Trockenen größeren Zulauf finden: die Filmvorführungen im Souterrain des Museums, wo Roskilde-Kurator Anton Englert über den Bau und die Fahrten der "Havhingsten" berichtet. Oder auch der Arte-Film "Götterdämmerung", der heute und morgen ab 13 Uhr im Schleswiger Capitol-Kino gezeigt wird.

Besichtigt werden kann nur die "Havhingsten"; die anderen Rahsegler lassen sich von ihren Landungsstegen aus bestaunen. Am Sonntag ab 11 Uhr bewegen sich dann alle Boote (außer der "Havhingsten") am Stadthafen und der Schleswiger Freiheit entlang Richtung Kleine und Große Breite, wo eine Abschlussparade stattfindet.

Die Veranstalter bitten die Autofahrer, die Park&Ride-Parkplätze anzusteuern und den Bus-Shuttle zu benutzen, denn die B 76 auf Höhe Haddeby ist gesperrt. Eintrittsgeld (außer für das Museum) wird nicht erhoben, auch der Besuch der Wikingerhäuser ist heute und morgen ausnahmsweise kostenfrei.

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