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Runder Tisch für Kultur in Kappeln : Kulturschaffende bündeln ihre Kräfte

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Premiere für den „Runden Tisch für Kultur in Kappeln“: Ein Newsletter soll Vernetzung und Terminabsprachen erleichtern.

shz.de von
erstellt am 01.Feb.2017 | 07:00 Uhr

Es waren etwa 25 Menschen, die sich im Raum des Gastes versammelt hatten, weil sie sich der gleichen Sache verbunden fühlten: der Kultur in Kappeln. Darunter waren solche, die ein ausgeprägtes Interesse an kulturellen Themen haben und gerne aktiv mitarbeiten möchten, und solche, die tatsächlich zu den sogenannten Kulturschaffenden gehören, die dafür sorgen, dass in der Stadt Konzerte, Theateraufführungen, Ausstellungen, Festivals stattfinden und auf diese Weise durchaus prägenden Einfluss nehmen können. Eingeladen hatte Dr. Christina Kohla, Vorsitzende des Profundus-Kulturvereins, und sie verband damit nicht viel weniger als den Wunsch nach einem intensiven Netzwerk, einer Austauschplattform, mit deren Hilfe Ideen entwickelt und koordiniert werden können. Nach den ersten eineinhalb Stunden stand fest: Der neue „Runde Tisch für Kultur in Kappeln“ will sich wiedersehen und möglichst bald konkrete Schritte einleiten.

„Es geht darum, Projekte zu sammeln und initiativ zu werden“, schickte Christina Kohla vorweg und fand in Kreiskantor Thomas Euler schnell einen dankbaren Abnehmer. „Ich vermisse seit Langem eine Vernetzung im kulturellen Bereich, sowohl terminlich als auch inhaltlich“, sagte Euler und formulierte eine klare Frage: „Wenn Kappeln Kulturstadt sein will, möchte ich wissen: Wo ist das Programm für Kappeln, damit man in Flensburg weiß, dass es sich der Kultur wegen lohnt, nach Kappeln zu kommen?“ Angeline Schube-Focke, künstlerische Leiterin des Kunsthauses Hänisch, schlug in eine ähnliche Kerbe, als sie davon sprach, dass sich Kulturschaffende in Kappeln gegenseitig Raum schaffen müssten und Knotenpunkte ausloten sollten, um sich so gleichzeitig zu stärken. Und Debora Stock, Inhaberin der Töpferei Stock, betonte: „Statt sich darüber zu ärgern, was nicht funktioniert, sollten wir unsere Aktionen gegenseitig bewerben.“ Das wiederum lieferte die Vorlage für Christina Kohla, die dafür warb, konkrete Lösungen anzubieten.

Wie solch eine Lösung aussehen könnte, zeichnete sich relativ zeitig ab: Corinna Graunke, Vorstandsmitglied des Kulturvereins, griff Debora Stocks Idee eines Newsletters auf, der beispielsweise über den Internetauftritt des Kulturvereins abgerufen beziehungsweise abonniert werden könnte. Inhaltlich können an dieser Stelle sämtliche Veranstaltungen, Adressen, Organisatoren gesammelt und regelmäßig verteilt werden. Thomas Euler machte derweil darauf aufmerksam, dass es grundsätzlich lohne, bei der Veranstaltungsplanung nicht nur das laufende Jahr, sondern vielmehr die nächsten zwei oder gar drei Jahre im Blick zu haben – „damit man die Termine im Vorfeld entzerren kann“. Aktuelles Beispiel, wo genau das nicht geklappt hat: Am 4. August wird das Kunstfestival „PleinAir 54 Grad Nördliche Breite“ in Sundsacker eröffnet, am gleichen Tag findet in der Nikolaikirche die Aufführung einer Oper mit Ballett statt. Christina Kohla versprach: „Ab sofort wird das anders.“

Der „Runde Tisch für Kultur in Kappeln“ trifft sich künftig im zweimonatigen Rhythmus, immer am letzten Donnerstag im Monat, das nächste Mal also am 30. März, ab 19 Uhr in der „Palette“, Kehrwieder 1. Die Gruppe versteht sich als loser Zusammenschluss, wer also beim Premieren-Treffen nicht dabei war, aber kulturschaffend tätig ist, ist jederzeit willkommen.

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