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Schlei-Bote

18. Oktober 2017 | 16:54 Uhr

Kappeln : Kosten für Lampentausch sinken

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Die Verwaltung will die Anwohner am kommenden Mittwoch über ihre finanzielle Beteiligung informieren.

shz.de von
erstellt am 23.Mai.2014 | 15:45 Uhr

Seit vergangenem Dezember steht fest, dass sich die Bürger an der geplanten Umrüstung der Straßenbeleuchtung in der Stadt finanziell beteiligen müssen. Die erforderliche Umrüstung von 661 sogenannten Quecksilberdampfhochdrucklampen (HQL-Lampen) auf LED-Lampen geht auf eine EU-Richtlinie aus dem Jahr 2009 zurück, die spezielle Anforderungen an Energieeffizienz und Umweltverträglichkeit von bestimmten Leuchtstofflampen stellt – Forderungen, die die HQL-Lampen nicht erfüllen können. Bis spätestens 2017 sind sie durch LED-Lampen zu ersetzen. LED verspricht eine erhebliche Energieersparnis von teilweise über 80 Prozent im Vergleich zu HQL und eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes (knapp 2300 Tonnen bei einer Lebensdauer von 20 Jahren). Und ganz nebenbei, das räumt Ulrich Bendlin von der städtischen Bauverwaltung ein, „haben viele unserer Lampen ohnehin ihre beste Zeit hinter sich“. Äußerst positiver Nebeneffekt für die Stadt: Nach der Umrüstung fallen jährlich etwa 46 000 Euro weniger an Stromkosten an. Außerdem verspricht Bendlin eine deutlich bessere Lichtausbeute.

Die erste Kostenkalkulation ebenfalls im vergangenem Dezember war von 400 000 Euro ausgegangen. Nach der EU-weiten Ausschreibung steht nun fest: Die Gesamtkosten belaufen sich auf knapp 265 000 Euro. Von dieser Summe kann die Stadt 20 Prozent (52 900 Euro) als Fördermittel des Bundes erwarten. Weitere 70 Prozent (185 200 Euro) sind von den Anliegern der Straßenzüge zu tragen, die von dem Austausch der Lampen profitieren. Grund dafür ist die Straßenausbaubeitragssatzung, die die Maßnahme als beitragspflichtig und damit umlagefähig deklariert. Bendlin erklärt: „Wenn wir darauf verzichten, die Bürger zu beteiligen, müssen wir davon ausgehen, sanktioniert zu werden.“ Der Verwaltungsmitarbeiter ist von der Qualität der Maßnahme überzeugt, weiß aber gleichzeitig um die Schwierigkeit der Bürgerbelastung. „Im Grundsatz ist der Lampentausch eine gute Sache“, sagt Bendlin, „hat aber eben diesen kleinen Pferdefuß“.

Die Beteiligung des Einzelnen ist unterschiedlich, aber in jedem Fall einmalig. Sie berechnet sich unter anderem nach Grundstücksgröße, Geschosszahl oder Anzahl der Lampen. Als Richtwert hat die Verwaltung eine Belastung von 0,14 Euro pro Quadratmeter errechnet. Die tatsächliche Summe steht allerdings erst fest, wenn die Arbeiten abgeschlossen sind. Erst dann werden auch die Bescheide zur Zahlungsaufforderung an die Grundstückseigentümer verschickt. Zum Vergleich: Bei den erforderlichen Straßenarbeiten in der Bernhard-Liening-Straße wurden Bescheide in fünfstelliger Höhe verschickt.

In etwa vier bis sechs Wochen will Stadtelektriker Andreas Isaack damit beginnen, die Lampenköpfe zu tauschen. Bendlin betont, dass es vielleicht etwas länger dauere, aber helfe, die Kosten zu drücken, wenn man keine Fremdfirma damit beauftrage.

Am kommenden Mittwoch, 28. Mai, will die Verwaltung die Grundstückseigentümer in einer Versammlung über die anstehenden Arbeiten informieren. Dazu wird ab19 Uhr ins Hotel „Stadt Kappeln“, Schmiedestraße 36, eingeladen.

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