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Sozialausschusssitzung : Kosten für Kindergärten steigen weiter

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Kappeln gibt 2016 rund 35.000 Euro mehr aus als im vergangenen Jahr. Mehrere Einrichtungen wollen weitere Betreuungsplätze schaffen.

shz.de von
erstellt am 25.Jan.2016 | 07:15 Uhr

Ein gutes Jahr ist seit seinem jüngsten Bericht vergangen. Nun war es für Thomas Johannsen wieder an der Zeit, dem Sozialausschuss einen Überblick über die aktuelle Lage in den Kindertagesstätten Kappelns zu verschaffen. Und der Vortrag des in der Verwaltung für Kindergärten und Schulen zuständigen Rathausangestellten entpuppte sich erfahrungsgemäß als äußerst zahlenschwer.

Mit derzeit 94 Kindern (davon 73 über drei und 21 unter drei Jahren) und sieben Gruppen ist die Kita im Fröbelweg nach wie vor die größte Betreuungseinrichtung in der Stadt. Für die drei Regel- und zwei Krippengruppen sowie eine altersgemischte und eine Tagespflegegruppe steht der Kindertagesstätte des DRK ein Gesamthaushaltsvolumen von 732.500 Euro zur Verfügung. Dabei erhält sie Zuschüsse in Höhe von 394.400 Euro aus der Stadtkasse, während die Eltern 187.600 Euro zahlen.

Der zahlenmäßig kleinste Kindergarten ist der evangelische St.-Christophorus-Kindergarten, der über eine Regelgruppe mit 17 Kindern über und einem Kind unter drei Jahren verfügt. Das Haushaltsvolumen der Einrichtung beträgt insgesamt 156.400 Euro. Kommunale Zuschüsse bezieht die Kita in Höhe von 95.800 Euro, und 28.000 Euro machen zusätzlich die Elternbeiträge aus.

Insgesamt 87 Kinder, davon 69 über drei Jahren und 18 unter drei Jahren, besuchen aktuell die evangelische Kita in Ellenberg. Sie teilen sich drei Regel- und zwei Krippengruppen. Die Stadt bezuschusst die Ellenberger Einrichtung mit 365.400 Euro bei einem gesamten Haushaltsvolumen von 748.900 Euro. Die Eltern leisten einen jährlichen Beitrag von insgesamt 157.000 Euro.

Der Waldorfkindergarten betreut derzeit 35 Kinder über und zwölf Kinder unter drei Jahren in einer Regel- und einer altersgemischten Gruppe sowie zwei Tagespflegegruppen. Bei einem Haushaltsbudget von 260.700 Euro bezieht der Waldorfkindergarten kommunale Zuschüsse in Höhe von 132.200 Euro und weitere 67.000 Euro in Form von Elternbeiträgen.

Einen Zuschuss von 60.000 Euro für Kinder aus Kappeln erhält der dänische Kindergarten aus dem Stadtsäckel. Dort werden in zwei Regelgruppen, einer altersgemischten und einer Krippengruppe 50 Kinder im Alter von über drei Jahren und 15 Mädchen und Jungen unter drei betreut.

Zu den fünf Kappelner Kitas kommt die DRK-Kindertagesstätte in Haberwedt. Diese betreut in einer Regel- und einer altersgemischten Gruppe zurzeit 26 Kinder (19 Ü3- und sieben U3-Plätze) und verfügt dabei über ein Haushaltsvolumen von 259.200 Euro. Die Stadt Kappeln bezuschusst die Kita mit 153.200 Euro, die Eltern zahlen zusätzlich 51.300 Euro.

Umfassten die Zuschüsse der Stadt im Haushaltsjahr 2012 noch 961.000 Euro für die Kindertagesstätten, sind es im Haushaltsjahr 2016 bereits 1,  19 Millionen Euro (2015: 1,155 Millionen). Als Grund für die wachsenden Kosten führte Johannsen Personalkostensteigerungen an. Für Kinder, die einen Kita-Platz in Kappeln haben, deren Wohnsitzgemeinde aber nicht Kappeln ist, rechnet die Stadt für 2016 mit Einnahmen von 85.000 Euro. Im Gegenzug zahlt die Stadt einen Kostenausgleich in Höhe von 65.000 Euro für 30 Kappelner Kinder in auswärtigen Kitas. „Aber grundsätzlich hält es sich bei uns die Waage“, erläuterte Johannsen. ,„30 Kinder gehen weg, 30 kommen her.“

Eltern zahlen in Kappeln für eine fünfstündige Betreuung 125 Euro für ein Kind über drei Jahren und 180 Euro für ein Kind unter drei Jahren. Zum Vergleich: Im Amt Süderbrarup beträgt der Elternbeitrag für einen Ü3-Platz 140 Euro und einen U3-Platz 185 Euro. Im Amt Geltinger Bucht bezahlen Eltern ab 1. August dieses Jahres 135 Euro für die Betreuung eines Kindes älter als drei Jahre und 200 Euro für ein Kind unter drei Jahren. Johannsen: „Von den zurzeit 345 genehmigten Kita-Plätzen in der Stadt und im Amt sind aktuell 337 belegt.“

Unter den für das laufende Jahr geplanten Veränderungen kündigte der Verwaltungsfachmann unter anderem bauliche Umgestaltungen im St.-Christophorus-Kindergarten zugunsten einer zusätzlichen altersgemischten Gruppe an. Weitere Betreuungsplätze will demnach auch der dänische Kindergarten schaffen und zudem energetische Sanierungen am Gebäude vornehmen. Ein Anbau inklusive Speiseraum, eine Lüftungsanlage im Dachgeschoss, der Umbau der Sanitäranlagen, eine neue Heizungsanlage sowie der Austausch der Brandmeldeanlage ist für dieses Jahr in der DRK-Kita im Fröbelweg vorgesehen. Und auch der Waldorfkindergarten hat Pläne für 2016: Der Anbau von zwei Krippenräumen und eines Therapieraums sind bereits im Gespräch, informierte Thomas Johannsen die Sozialausschussmitglieder. Im Hinblick auf die Flüchtlinge in Kappeln sagte er: „Wir haben in den Kappelner Kitas insgesamt neun Flüchtlingskinder – drei in Ellenberg, fünf im Fröbelweg und eines in der Kita Kappeln.“

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