Kirchliches Wort : Komm Herr, segne uns!

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20. April 2013, 08:31 Uhr

In diesen Wochen finden überall im Land die Konfirmationen statt, eine erfreulich große Zahl junger Menschen wird eingesegnet oder sollte man besser sagen ausgesegnet, weil oftmals die Konfirmation auch eine Art Abschied ist von Kirche, Gemeinde und Pastor.

"Und dann", so werde ich kritisch gefragt, "lässt du bei der Konfirmation singen: Komm, Herr, segne uns, dass wir uns nicht trennen, sondern überall uns zu dir bekennen?!" Der irre Wunschtraum eines weltfremden Pastors ? Nein, ich denke nicht, denn wenn wir alle, Konfirmanden, Gemeinde und Pastor etwas wirklich brauchen, dann ist es Gottes Segen. Die Jugendlichen für ihren weiteren Lebensweg, egal ob mit oder ohne Kirche, aber auch wir als Gemeinde, damit wir einen klaren Blick für das gerade Notwendige haben und es auch tun, dass auch der Pastor oder die Pastorin segensreich wirken kann, geleitet von Gottes Wort und/oder heiligem Geist, damit so vielleicht dann doch geschieht, worum wir in dem Lied gebeten haben: "Dass wir uns nicht trennen, sondern überall uns zu dir bekennen !"

Das Bekenntnis ist meines Erachtens nämlich nicht nur die Wiederholung alter Formeln, sondern der gelebte Glaube, der erkennbar wird in unserem Tun und Lassen als Christen und Gemeinde, nicht nur in Bibellese oder Gottesdienstbesuch, sondern in Sozialverhalten und Umgang zum Beispiel mit der Schöpfung. Ich möchte da keinen Unterschied machen zwischen jugendlichem Konfirmand und mittelalterlichem Gemeindeglied.

Für die Jugendlichen ist aufgrund ihrer Situation etwas anderes dran als "dass wir uns nicht trennen". Sie müssen eigene Wege gehen lernen, sich ausprobieren und abnabeln und die Eltern müssen loslassen lernen. "Dass wir uns nicht trennen", dass wir aber dennoch den Kontakt nicht verlieren, dafür bitten wir bei der Konfirmation Gott um seinen Segen.

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