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Maasholm : Kokosmatten als Kahnstellen-Retter

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Ein Unterspülen der historischen Schiffsliegeplätze bei Hochwasser soll verhindert werden. Sorgen bereiten den Gemeindevertretern auch die illegale Entsorgung von Grünabfällen.

shz.de von
erstellt am 16.Okt.2013 | 07:30 Uhr

Erst im Juni vergangenen Jahres wurden die für über eine halbe Million Euro sanierten Kahnstellen von Maasholm eingeweiht, nun stehen sie erneut im Fokus.

Das Problem mit den Absackungen an einigen Stellen ist behoben, sagte Bürgermeister Kay-Uwe Andresen in der jüngsten der Gemeindevertretung. Allerdings spüle jetzt an anderer Stelle Hochwasser in der Schlei Erde weg. Da sollen als Gegenmaßnahme Kokosmatten, „getränkt“ mit Grassaat, verlegt werden. Besagte Grassaat werde durch die Matten festgehalten und gedeihe auch auf schlechtem Boden und bei schlechtem Wetter. Bleibe abzuwarten, ob sich diese Maßnahme bewähre.

Doch damit nicht genug, es gibt noch ein anderes Problem. Und das hat mit der illegalen Entsorgung von Grünabfällen zu tun. Immer wieder, so der Bürgermeister, schütten Unbekannte Grasschnitt in die Denkmal geschützten und ortsprägenden Kahnstellen. „Die Kahnstellen sind nun wahrlich keine Müllkippen“, ermahnte Andresen.

Einige „schwarze Schafe“ entledigen sich ihrer Gartenabfälle zudem auch im Schilf oder in Knicks. Und da kamen auch andere unschöne Müll-Erscheinungen zur Sprache. Würde das angezeigt werden, so der Bürgermeister, werde die Umweltpolizei tätig und das habe für die betreffenden Personen Folgen. Der Bürgermeister appellierte daher an besagte „schwarze Schafe“ dies zu unterlassen.

Das alles erboste Gemeindevertreter Paul Schlier sichtlich. „Man darf da nicht weg-, sondern muss hinsehen und konsequent durchgreifen, also Anzeige erstatten, um das alles zu unterbinden“, forderte Schlier.

Nach wie vor gibt es in Maasholm-Bad Probleme mit der Kanalisation in Form von verstopften Leitungen und Schäden an den Pumpen. Ursache dafür sei, dass manches in die Toiletten geschüttet werde, was dort nicht hinein gehöre – auch sogenannte Feuchttücher nicht. Die Abwassersatzung, so Bürgermeister Andresen, besage klipp und klar, dass dies zu unterlassen sei und ein Verstoß dagegen somit eine „Ordnungswidrigkeit“ sei. Wenn es weiter zu verstopften Leitungen kommt, könnte das – durch erhöhte Abwassergebühren – teuer für alle werden. Und noch etwas „wurmte“ den Bürgermeister: Das widerrechtliche Parken trotz Park- und Halteverbot vor allem in der Westerstraße. Die sei so eng, dass die Männer der Müllabfuhr größte Probleme haben, ihre Arbeit zu erledigen, weil es für ihre großen Fahrzeuge kein Durchkommen gebe. So sei es bereits passiert, dass Tonnen mit Biomüll stehen blieben und nicht geleert wurden. Wenn sich die Sache mit dem Falsch-Parken nicht bessere, könnte es schlimmstenfalls dazu kommen, dass Müllsammelstellen eingerichtet werden und das, so Bürgermeister Kay-Uwe Andresen, könne eigentlich niemand wollen.

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