Kochazubis servierten bratfrischen Hering

Sie waren ganz in ihrem Element:  Ingo Sörnsen (Chef im Freienwill-Krug), die Küchenmeister  Otto Meurer und Hans-Peter Hansen sowie die Koch-Azubis Bennet Gutzeit vom 'Alten Kreisbahnhof' in Schleswig und Martin Odicha vom 'Weichehuus' in Flensburg (von links), beide im ersten Lehrjahr.  Foto: U. Köhler (2)
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Sie waren ganz in ihrem Element: Ingo Sörnsen (Chef im Freienwill-Krug), die Küchenmeister Otto Meurer und Hans-Peter Hansen sowie die Koch-Azubis Bennet Gutzeit vom "Alten Kreisbahnhof" in Schleswig und Martin Odicha vom "Weichehuus" in Flensburg (von links), beide im ersten Lehrjahr. Foto: U. Köhler (2)

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13. Mai 2013, 10:02 Uhr

KAPPELN | Bei den angehenden Köchen der Ausbildungsbetriebe innerhalb des Kreisverbandes Schleswig-Flensburg des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) holten sich Peter und Hannelore Matthiesen (beide 74) und ihr Enkel Lars (15) aus Flensburg Appetit auf mehr. Nämlich auf einen ausgiebigen Bummel durch das Geschehen der 35. Kappelner Heringstage. Angereist waren die Fördestädter mit ihrem Wohnmobil. In Ellenberg stationierten sie ihr Gefährt für drei Tage. Von dort marschierten sie über die Schleibrücke, um die Hafenmeile und die Innenstadt unsicher zu machen, zu flanieren und wich wohl zu fühlen. Erste Station dabei war der Dehoga-Stand ganz hinten im Fischereihafen, wo Koch-Azubis auch in diesem Jahr in großen Pfannen fangfrischen Hering zubereiteten. Insgesamt rund 1000 an der Zahl - gesalzen, zitroniert, mehliert und auf Gaskochern in heißem Rapsöl knusprig gebraten. "Lecker", kommentierten die Matthiesens und waren sich in dieser Bewertung mit allen, die zum Probieren gekommen waren und geduldig anstanden, einig.

Die Matthiesens sind treue Heringstage-Besucher und Jahr für Jahr dabei, das ist für sie ein Muss. Dass sie die Dehoga mit ihren gebratenen Heringen und allerlei Matjes-Häppchen für sich entdeckt haben, freute nicht nur die angehenden Köchen, sondern auch die für die Organisation zuständigen Küchenmeister Otto Meurer aus Flensburg und Hans-Peter Hansen aus Voldewraa, der gerade ein neues Kochbuch auf den Markt gebracht hat. Die Rezepte versprechen: "So würzig wie das Leben in Angeln selbst".

Sieben Koch-Azubis, die von ihren Ausbildungsbetrieben für die Brat-Aktion in Kappeln freigestellt worden waren oder ihre Freizeit nutzten, brutzelten die Heringe in der provisorischen Küche auf dem von Fischer Stefan Joppien für diesen Zweck zur Verfügung gestellten Kutter "Margarete". Das alles hatte im Vorwege Norbert Stark, Kappelns Dehoga-Vorsitzender, angeleiert und auch dafür gesorgt, dass die örtliche Fischereigenossenschaft gleich gegenüber eine ausreichende Zahl an Heringen vorrätig hatte.

"Diese Aktion ist eine gute Schulung", sagte Küchenmeister Hansen. Kochen vor Publikum, das sei eine besondere Sache und übe ungemein. Dass die Resonanz so groß war, freute ihn: "Für uns ist das eine gute Nachwuchswerbung." Ob im ersten oder zweiten Lehrjahr: Die Auszubildenden vom "Alten Kreisbahnhof" in Schleswig, vom "Weichehuus" in Flensburg, vom Freienwill-Krug und vom Hotel "Westerkrug" in Wanderup hatten ihre helle Freude an ihrer ganz besonderen Mitwirkung an den Heringstagen. Und weil das so war, peilen die beiden Küchenmeister die Brat-Präsenz ihres Kreisverbandes auch für das nächste Jahr und damit für die 36. Kappelner Heringstage an.

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