zur Navigation springen
Schlei-Bote

24. Oktober 2017 | 08:36 Uhr

Kappeln : Kletterpartie im Sozialausschuss

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Der Ausschuss besuchte zehn Spielplätze in der Stadt und bewilligt e 3000 Euro für Ersatzteile.

shz.de von
erstellt am 17.Sep.2015 | 12:30 Uhr

Wenn Marie-Luise Castagne (CDU) an einem Kletternetz eines Ellenberger Spielplatzes hängt, bedeutet das, der Sozialausschuss hat seine Sommerpause beendet.

Zehn Spielplätze standen in der vergangenen Woche auf der Begehungsliste des Ausschusses. Denn die folgende Sozialausschuss-Sitzung sollte sich unter anderem mit Ersatzbeschaffungen für Spielplätze in Kappeln befassen. Um sich ein eigenes Bild vom Zustand der Rutschen, Schaukeln und Klettergerüste zu machen, ging es für die Ausschussmitglieder nicht nur nach Sandbek (Mühlenweg) und Dothmark (Königsberger Straße), sondern auch nach Mehlby (An der Kirsebek, Süeskoppel), Ellenberg (Kieler Straße), Lüttfeld (Lüttfelder Ring), Kopperby (Uferweg, Auf der Heide) und an den Weidefelder Strand. Einstimmig stellten die Sozialausschuss-Mitglieder in ihrer Sitzung am Abend fest, dass keine der Anlagen in einem besorgniserregend schlechten Zustand sei. Neben kleineren Wartungsarbeiten müssten einzig einige Kletternetze ausgetauscht werden, stellte Marie-Luise Castagne fest: „Das sind Dinge, die wirklich viel genutzt werden. Da muss was passieren.“ Auch Ausschussvorsitzender Helmut Schulz (SPD) forderte eine schnelle Entscheidung: „Die Kletternetze sind wirklich gefährlich, da kommt schon der Draht durch. In diesem Zustand kann man sie nicht belassen.“ Geschlossen stimmte das Gremium einer Ersatzbeschaffung in Höhe von 3000 Euro zu.

Auch über die Zukunft eines schon seit längerer Zeit nicht mehr genutzten Bolzplatzes im Ortsteil Kopperby befanden die Sozialausschuss-Mitglieder. Das 1000 Quadratmeter große Grundstück sei nicht baulandgeeignet, erklärte Helmut Schulz, trotzdem gebe es einen Kauf-Interessenten: „Ein Landwirt will das Grundstück als Lagerplatz für seine Gerätschaften haben. Aus meiner Sicht spricht nichts dagegen.“ Einmütig beschloss der Ausschuss, den Bolzplatz aufzulösen und die Verwaltung mit dem Verkauf des Grundstücks zu beauftragen.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt umfasste die Erweiterung der DRK-Kindertagesstätte im Fröbelweg. Der Hauptausschuss hatte im März dieses Jahres beschlossen, die baulichen Maßnahmen über die Stadt Kappeln zu finanzieren. Im Rahmen einer weiteren Ortsbegehung seien nun aber zusätzliche Mängel in der Lüftungs-, der Sanitär-, der Kessel- sowie der Brandmeldeanlage festgestellt worden. Einstimmig nahmen die Sozialausschuss-Mitglieder die Erweiterung des Finanzrahmens von 200.000 auf 260.000 Euro durch den Hauptausschuss zur Kenntnis.

Hinsichtlich der finanziellen Unterstützung sozialer Projekte oder gemeinnütziger Institutionen aus dem Sozialbudget 2016 einigte sich der Sozialausschuss auf folgende Förderschwerpunkte: Stärkung des Ehrenamts in allen sozialen Angelegenheiten, Förderung der Chancengleichheit für zugewanderte Mitbürger und die Flüchtlingshilfe für das Projekt „Hand in Hand – Paten für Kappeln“. Zuschüsse erhalten außerdem die Frauenarbeit und Beratungsangebote für Familien sowie die psychosoziale Beratung und Betreuung.

Unter „Verschiedenes“ stand die aktuelle Flüchtlingssituation zur Debatte. Man fühle sich von der Landesregierung vernachlässigt, betonte Ausschussvorsitzender Helmut Schulz. Die Verteilung der Flüchtlinge verlaufe dramatisch, eine Unterbringung werde immer schwieriger. „Jede Gemeinde kocht ihr eigenes Süppchen. Aber wir arbeiten an einer besseren Koordinierung.“ So wären unter anderem Patenschaften für die Neuankömmlinge hilfreich. „Viele haben aber Angst davor, Pate zu werden. Dabei braucht man kein Spezialwissen, man soll die Betroffenen nur in alltäglichen Situationen begleiten.“ Aber auch Praktika könnten zur Integration beitragen, so Schulz. „Ideen sind da, wichtig ist nur, dass die Flüchtlinge nicht allein dastehen.“

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen