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Kleingärtner rüsten sich fürs große Jubiläum

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Vorbereitungen auf Feierlichkeiten im Mittelpunkt der Jahresversammlung

Der Kappelner Kleingärtnerverein wird dieses Jahr 200 Jahre alt. Und diesen Geburtstag will der älteste deutsche Kleingärtnerverein im großen Rahmen begehen.

Das Vereinsheim „Kürbisklause“ in der Gartenanlage Neukappeln war gut gefüllt, als Vorsitzender Reinhard Samuelsen die Gäste, darunter den Kreisvorsitzenden Manfred Carstens, begrüßte. Mit Blick auf das Vereinsjubiläum betonte Carstens, dass Umweltminister Dr. Robert Habeck die Festrede halten wird. Ferner haben der Vorsitzende des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde (BDG) und der Präsident der Europäischen Kleingartenorganisation ihr Kommen angekündigt. Im Übrigen veranstalten der Kreisverband (12. April) und auch der Landesverband (9. und 10. Mai) ihre Jahresversammlungen in Kappeln.

Anschließend sagte Samuelsen in seinem Jahresbericht: „2013 war für den Kleingärtnerverein ein schwieriges Jahr.“ Die 101 Mitglieder bewirtschaften rund neun Hektar Gartenflächen auf den Koppeln Bahndamm, Mehlby, Osterlück, Reeperbahn, Sportkoppel und Neukappeln. Allerdings wurde die Gartenanlage Mehlby im Mai an den Verpächter zurückgegeben, weil der die Pacht drastisch erhöht hatte. Die dortigen Pächter wurden auf andere Anlagen verteilt. Weitere fünf Kleingärtner blieben in Mehlby und sind weiterhin Mitglieder des Vereins. Auch die Anlage Reeperbahn wurde an den Eigentümer zurückgegeben. Diese Kündigungen wirkten sich auf die Mitgliederzahlen aus. Auch gab es Probleme mit säumigen Mitgliedern. Aus diesem Grund wurden zwei aus dem Verein ausgeschlossen. Acht gerichtliche Mahnverfahren gegen säumige Zahler haben den Verein rund 1300 Euro gekostet.

Für die Jubiläumsfeiern wird bei der „Kürbisklause“ ein Festzelt für die aus ganz Deutschland erwarteten über 200 Gäste aufgebaut. Die Feierlichkeiten beginnen am Freitag, 25. April, mit einer „Warm-up“-Party für jedermann am Abend. Am Sonnabend, 26. April, findet der Jubiläumsempfang mit geladenen Gästen von 10 bis 14 Uhr statt. Dazu wird unter anderem der Ministerpräsident erwartet. Abends gibt es den Kleingärtnerball. Das dreitägige Spektakel endet am Sonntag mit einem Frühschoppen.

Bei einem Gesamthaushalt von 24 000 Euro wies die Kasse ein Minus von 111,46 Euro auf, berichtete Kassenwart Klaus-Dieter Pautz. Die Mitglieder billigten dies und den Etat 2014 mit rund 26 900 Euro in Einnahmen und Ausgaben einstimmig.

Der fehlende Uwe Vergin, Christian Ernst und Jurji Jenko wurden für ihre Verdienste mit der Ehrenurkunde ausgezeichnet. Die Ehrung für Heidi Cieplik nahm Kreisvorsitzender Manfred Carstens vor. Die engagierte Kleingärtnerin erhielt für 40-jährige Vereinstreue die goldene Ehrennadel und -urkunde des Landesverbandes.

Bei der geplanten Satzungsänderung wurde bemängelt, dass der Vorstand bei unvorhersehbaren Kosten Umlagen bis zum Sechsfachen des Mitgliedsbeitrags erheben dürfe. Dennoch wurde die Änderung mit 28 Ja- und vier Neinstimmen angenommen. Die von Christian Andresen vorgeschlagene Erweiterung des Vorstandes, um die Arbeit auf mehr Schultern zu verteilen, fand keine Mehrheit. Akzeptiert wurde dagegen der Änderungsvorschlag, den neu geschaffenen stellvertretenden Rechnungsführer in den erweiterten Vorstand aufzunehmen. Auch der Jugendwart bleibt in der Satzung, obwohl es derzeit keine Jugendabteilung gibt. Der Verein möchte sich aber so die Option darauf erhalten. Trotz teilweise erregter Diskussion wurde die neue Satzung einstimmig angenommen. Einstimmig erfolgten auch die Wahlen für Klaus-Dieter Pautz (Rechnungsführer), Jürgen Klein (Beisitzer), Reinhard Samuelsen (Jugendwart, kommissarisch), Christian Andresen, Christian Ernst und Jürgen Pautz (Schiedspersonen). Neuer stellvertretender Rechnungsführer ist Mike Seifert.

Jeweils einstimmig erhöhte die Versammlung den Mitgliedsbeitrag um 3,50 Euro im Jahr und nahm die Kündigung der Anlage Mehlby zurück. Hier gibt es genügend Pächter. Zudem wollte der Verein wohl eine alternative Vereinsgründung verhindern. Nur drei Mitglieder stimmten gegen die vorgeschlagenen neun Stunden Gemeinschaftsarbeit in diesem Jahr. Die sind laut Vorstand wegen des Jubiläums notwendig. Im kommenden Jahr soll die Stundenzahl wieder gesenkt werden.

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erstellt am 23.Feb.2014 | 14:33 Uhr

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