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Kita Habertwedt : Kleine Kinder rennen Kita die Bude ein

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Die Kita Habertwedt kann sich vor Anmeldungen kaum retten. Für U3-Kinder ist jetzt ein Tagespflege-Angebot im Gespräch.

Mia-Sophie (17 Monate) und Finja (zwei Jahre) aus Kappeln, Mailine (15 Monate) aus Faulück und Emma (zwei Jahre) aus Grödersby sitzen am Tisch, lassen sich das gemeinsame Frühstück schmecken. Sie sind sogenannte U3-Kinder, und da gibt’s beim Löffeln des Müslis hier und da noch Probleme. Doch die Erzieherinnen Vanessa Petermann aus Steinfeld und Anja Simon-Wolfgramm aus Sterup geben Hilfestellung und gehen mit ihnen auch zum Büfett, um Nachschub zu holen. Die vier kleinen Mädchen gehören zur Gruppe der unter Dreijährigen, die es mittlerweile seit gut fünf Jahren in der Habertwedter DRK-Kindertagesstätte gibt.

Seit 2001 leitet Marita Freese aus Ketelsby die Einrichtung. Als mit den Sommerferien neun Jungen und Mädchen ausschieden, kamen zu den verbliebenen 16 Kindern zwölf neu hinzu: So viele wie noch nie. Damit steht die Kita zur Freude der Leiterin auf stabilen Füßen, zumal Freese weiß, dass sich die Zahl aufgrund der vorliegenden Anmeldungen und Anfragen weiter erhöhen wird – vor allem bei den U3-Kindern.

„Räumlich ist die Aufnahme von fünf weiteren Kinder ab einem Jahr machbar“, so Marita Freese. „Doch das erfordert eine personelle Aufstockung.“ Derzeit gibt es vier Erzieherinnen. Also befasste sich der Beirat des Kindergartens – Vertreter der Gemeinden, des Deutschen Roten Kreuzes, der Eltern und Erzieherinnen – mit der Angelegenheit und segnete zur Überbrückung eine „institutionelle Tagespflege“ ab, die über die gewöhnlichen Öffnungszeiten der Kita Hinausgeht. Die, so die Kindergartenleiterin, könnte im nächsten Jahr notwendig werden und zwar zunächst bis zu den Sommerferien, danach müsse man weitersehen.

Für die Kleinsten ist jetzt erst einmal Eingewöhnung in die für sie neue Umgebung angesagt. Und da ist es hilfreich, wenn am Anfang ein Elternteil mit in den Kindergarten kommt – und zwar so lange, bis die Kinder Vertrauen zu den Erzieherinnen gefasst und eine Bindung aufgebaut haben. Und wenn sie dann ihren dritten Geburtstag gefeiert haben, scheiden sie aus der U3-Gruppe – derzeit neun Jungen und Mädchen – aus und wechseln entweder in die altersgemischte Gruppe (vom ersten bis zum sechsten Lebensjahr) oder in die Regelgruppe (drei bis sechs Jahre). Dieser Übergang, so Marita Freese, erfolgt fließend dank des Konzepts des offenen Kindergartens. Für die Kinder ändert sich nichts – aber finanziell für die Eltern, deren Beitrag sich dann reduziert.

Übrigens gibt es im Kindergarten für die U3-Kinder einen geschützten Raum. Er konnte in nicht mehr benötigten Räumen der benachbarten Grundschule, die inzwischen eine Zweigstelle der Ellenberger Gorch-Fock-Schule ist, entstehen. Zu diesem Raum haben die größeren Jungen und Mädchen nur auf Anfrage Zutritt.

Von den derzeit 28 Kindern sind neun unter drei Jahren. Und schon jetzt steht fest, dass im November ein U3-Kind und zwei Ü3-Kinder hinzukommen werden. Freese: „Dann sind wir voll.“ Dass die Nachfrage von berufstätigen Eltern, die ihre Kinder im Alter ab einem Jahr in dieser Einrichtung behütet wissen möchten, wächst, bewertet Marita Freese als Indiz dafür, dass die Schaffung von U3-Gruppen eine richtige Entscheidung war und ist. Klar, dass der pflegerische Aufwand für diese Altersgruppe groß ist, aber dem will man in der Kita Habertwedt gerne Rechnung tragen – unter anderem eben mit der institutionellen Tagespflege.

Die im Kindergarten tätigen Erzieherinnen orientieren sich am Bedarf und damit an den Wünschen der Eltern und stimmen sich mit ihnen ab. So sind die Öffnungszeiten längst ausgeweitet worden auf jetzt von montags bis freitags von 7.30 bis 14 Uhr. Und abgesehen von der morgendlichen Frühstücksrunde gibt es inzwischen einen Mittagstisch, an dem auch Kinder der Grundschule teilnehmen. Bis zu 20 Kinder sitzen dann einträchtig an den Tischen und lassen sich schmecken, was zwei Frauen für sie kochen und brutzeln, genießen das Miteinander und haben die Erfahrung gemacht, dass Essen in großer Runde Appetit auf mehr macht.

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erstellt am 16.Okt.2014 | 10:46 Uhr

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