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Defekt in Falshöft : Kläranlage muss saniert werden

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Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Der Austausch des kaputten Gerätes kostet 150.000 Euro – Nieby und Pommerby stoßen bei den Kosten an ihre Grenzen.

Vor einer schwierigen Aufgabe stehen die Gemeinden Pommerby und Nieby: Ihre gemeinsame Kläranlage in Falshöft funktioniert seit einigen Monaten nicht mehr vorschriftsmäßig. Untersuchungen von Experten ergaben, dass das Herzstück, der sogenannte Rotations-Tauchkörper, defekt ist. Dadurch wird die „reinigende Aktivität“ der Bakterien wegen mangelnder Belüftung erheblich beeinträchtigt – insbesondere an heißen Sommertagen. Die Wasserbehörde des Kreises Schleswig-Flensburg habe die Kommunen mit dem Vermerk „Eilt sehr“ angemahnt, eine Lösung des Problems zu finden, erläuterte Niebys Bürgermeister Volker Lippert. Doch ein schnelles Handeln war nicht möglich.

Da die Kläranlage auf Pommerbyer Gemeindegebiet liegt, ist die Gemeinde verantwortlich und zuständig für die Sanierungsmaßnahmen. Deshalb hatte unter Federführung des Pommerbyer Bürgermeisters Malte Jacobsen inzwischen die Suche nach einer kostengünstigen Lösung des Problems begonnen. Das Ergebnis der Untersuchung: Vier Varianten liegen auf dem Tisch, darunter als Alternative das Anlegen eines Pflanzbeets. Doch zwei Gründe sprechen gegen die „grüne Variante“: Sie ist mit Kosten von etwa 200.000 Euro zu teuer. Außerdem funktioniert die gewünschte Reinigungsleistung der Pflanzen erst nach einer längeren Vorlaufzeit.

Beide Gemeindevertretungen favorisieren nun die naheliegendste Lösung: die Anschaffung eines neuen Rotations-Tauchkörpers. Dieses Gerät kostet 150.000 Euro, ist aber sofort einsatzbereit. Die Finanzkraft der beiden kleinen Gemeinden stößt damit an ihre Grenzen.

Die Kläranlage entsorgt auf Pommerbyer Seite in Falshöft vor allem die Abwässer von zwei Campingplätzen. Das heißt: Mit 82 Einwohnergleichwerten (EWG, die Verrechnungseinheit) hat Pommerby den weitaus größeren Bedarf an der Anlage als die Niebyer mit 47 EWG. Auf dieser Berechnungs-Grundlage sollen auch die Anschaffungskosten für den Tauchkörper aufgeteilt werden: Pommerby muss 97.000 Euro hinblättern, Nieby 53.000 Euro. Hinzu kommen noch weitere Kosten für die erforderliche Entschlammung der Teiche.

In der angebrochenen kälteren Jahreszeit ist die Schadensbehebung nicht mehr ganz so dringlich wie in den heißen Sommermonaten. Die beiden Gemeindevertretungen werden einvernehmlich zu entscheiden haben, ob sie dieser Form der Sanierung und Finanzierung zustimmen. „Wir müssen rechtzeitig vor der Saison 2015 mit dem Ganzen fertig sein“, erklärte Volker Lippert.

 

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erstellt am 17.Okt.2014 | 12:30 Uhr

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