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Schlei-Bote

17. Oktober 2017 | 16:06 Uhr

Folk Baltica : Klänge von der Küste

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Das Festival „Folk Baltica“ bringt Konzerte nach Kappeln und Neukirchen.

shz.de von
erstellt am 30.Apr.2015 | 07:30 Uhr

Wenn am 6. Mai der Startschuss zur elften Auflage der „Folk Baltica“ fällt, ist Kappeln wieder mit dabei. Zwar ist das Festival, hinter dem seit Ende vergangenen Jahres keine gGmbH mehr sondern ein Verein steht, in Flensburg beheimatet, seine Spielstätten aber sind seit jeher über das nördliche Schleswig-Holstein und das südliche Dänemark verteilt. Und davon profitiert nicht nur die Grenzregion, sondern auch die Veranstaltung selber. „Das Festival war ja fast tot“, sagt Harald Haugaard und erinnert an den vergangenen Sommer als die gGmbH vor der Auflösung und damit die „Folk Baltica“ vor dem Aus stand. „Jetzt aber“, fährt der künstlerische Leiter fort, „sind wir in einer richtig guten Richtung unterwegs“. Dazu soll auch die neue Geschäftsführerin Juliana Thun beitragen, die seit Anfang April im Amt ist.

Gerade das Kappelner Publikum habe in der jüngeren Vergangenheit mit der „Folk Baltica“ mitgezittert. „Viele haben nachgefragt, wie es weitergeht“, sagt Haugaard. Es geht weiter und zwar mit dem Untertitel „Nordsee – Ostsee“, den das diesjährige Festival im Namen trägt. Harald Haugaard ist überzeugt, dass „diese beiden Meere für uns viel bedeuten“ – und zwar politisch, finanziell, ökologisch, kulturell. Und er sagt auch: „Die Musik von der Westküste klingt anders als die Musik von der Ostküste.“ Haugaard muss es wissen – der Däne ist selber Geiger und Komponist.

Aus Großbritannien und Irland kommt die Gruppe, die am Donnerstag, 7. Mai, ab 20 Uhr in der Ellenberger Auferstehungskirche aufspielen wird. Bei der Realisierung des Auftritts erhält das Festival wie in der Vergangenheit Unterstützung des Folkclubs Ostangeln. „Flook“ heißt das Quartett, das auf irischen Flöten, auf Akkordeon und der irischen Rahmentrommel Bodhrán Instrumentalmusik zum Besten gibt. Über Frontmann Brian Finnegan sagt Harald Haugaard: „Ihn muss man hören.“ Der Däne klingt so, als ließe er keinen Widerspruch gelten. „Flook“ nennt er „ein großes Erlebnis“ und hat keinen Zweifel daran, dass die Gruppe hält, was der Name ihres Programms verspricht: „Atemberaubend“.

Für alle, die auf das Abendkonzert noch etwas draufsetzen wollen, bietet sich in der gleichen Nacht in der Kirche in Neukirchen die Gelegenheit dazu: Ab 23 Uhr tritt dort das norwegische Trio „Eplemøya Songlag“ auf – in Haugaards Augen der Festivaltipp schlechthin. Das Vokalensemble bezeichnet er als „sehr experimentell“, die Kirche in Neukirchen als „perfekten Rahmen“ und die Stimmung, die die Norwegerinnen in der Lage seien zu erzeugen, „sehr besonders“. Die Konsequenz: „Eigentlich muss man an diesem Abend beide Konzerte besuchen“, sagt er.

Kleines Bonbon: Sowohl das Eröffnungskonzert am 6. Mai in Sønderborg als auch das Abschlusskonzert am 10. Mai in Flensburg bestreitet unter anderem das „Folk-Baltica-Ensemble“, 50 junge Talente aus Deutschland und Dänemark zwischen 14 und 24 Jahren. Fünf dieser jungen Musiker kommen aus Kappeln und Umgebung – Harald Haugaard lächelt, als er sagt: „Und die sind gut.“ Der Däne leitet das Ensemble – für ihn „eine große Freude“, denn es gebe nichts Besseres als junge Musiker mit so viel Energie und Spiellust zu erleben.


> Vorverkauf: Schlei Bote, Schmiedestraße 11; Reisebüro Stuckmann, Schmiedestraße 39. Übersicht unter www.folkbaltica.de

 

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