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Schlei-Bote

25. November 2017 | 10:50 Uhr

Kirchenkreis verabschiedet Jane Mentz

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Pastorin für Öffentlichkeitsarbeit übernimmt neue Stelle als Urlauberseelsorgerin

Im Mai 1994 war sie ordiniert worden und hatte kurze Zeit später beim damaligen Kirchenkreis Angeln das Amt der Urlaubsseelsorgerin für die Region an der Flensburger Außenförde mit Dienstsitz in Grundhof übernommen. Genau dort in der St. Marienkirche wurde Pastorin Jane Mentz gestern im Rahmen des Gottesdienstes von ihren Aufgaben im nunmehrigen Kirchenkreis Schleswig-Flensburg entpflichtet. In ihrer Predigt hatte sie zuvor auf die mit dem Palmsonntag beginnende „stille Woche“ hingewiesen und unter Bezug auf das Karfreitagsgeschehen dazu aufgerufen, „über die Grenzen unseres Verstandes hinaus die Liebe am Kreuz zu sehen“.

In einer kurzen Würdigung hob Pröpstin Johanna Lenz-Aude hervor, dass Mentz immer nur befristete Stellen innegehabt und bei ihren verschiedenen Tätigkeiten viel Flexibilität unter Beweis gestellt habe, zunächst in der Urlaubsseelsorge und dann als Pastorin für Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis. Durch den Wegfall dieser Funktion im neuen Pfarrstellenplan stehe ihr jetzt ein Aufbruch in ein neues Wirkungsfeld bevor. Gleichzeitig könne sie aber in Ulsnis an der Schlei bleiben, wo die Familie wohnt und ihr Mann als Gemeindepfarrer tätig ist.

Aus Hamburg stammend wuchs Mentz nach eigenem Bekunden in einer kirchenfernen, aber gleichwohl an Glaubensdingen interessierten Familie auf. Erst während des Theologiestudiums, das für sie auch eine Art Sinnsuche war, habe sie über eine intensive Lektüre der Bibel zum Glauben gefunden und sei getauft worden. Gerade dieser nicht geradlinig verlaufene Weg mache es ihr möglich, sich in die Lage anderer Menschen, die spirituell auf der Suche sind, zu versetzen. „Genau das hat mir bei der kirchlichen Arbeit am Urlaubsort gefallen und mich gereizt“, sagte sie. Ähnliches gelte für die kirchliche Öffentlichkeitsarbeit, denn diese finde an einer interessanten Schnittstelle statt und sei sowohl nach innen als auch nach außen gerichtet. Nach dem Studium war Mentz zunächst einige Zeit bei einem privaten Fernsehsender tätig. Dadurch sei ihr die Materie später schon vertraut gewesen. „Auf dem Lande“, so ihre Erfahrung, „stehen für die Kirche die Türen deutlich mehr offen als in der Stadt“.

Nun wartet auf Mentz wieder eine vertraute Aufgabe. Unter dem Motto „Me(e)hr erleben im Sommer“ wird sie Urlaubsseelsorgerin in der Probstei südlich der Kieler Förde und führt dort eine über 20-jährige Tradition fort.

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