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Kino-Aktivist Hillers fordert saubere Aufarbeitung

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erstellt am 10.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Eckernförde | Es ist sein "Kind", und er ist nicht bereit, jetzt schon die Akte Kino in der Willers-Jessen-Schule zu schließen. Der Eckernförder Modeunternehmer und Vorsitzende des Green-Screen-Fördervereins Jochen Hillers setzt in der Kino-Standortfrage jetzt auf eine saubere Aufarbeitung der Verwaltungsanalyse der vier Kinostandorte in Eckernförde und einen folgenden Abwägungsprozess über das Für und Wider eines Kinos in dem historischen Schulgebäude mitten in der Stadt (siehe auch Schlei Bote vom 8. Mai). Sollte dann am Ende begründet und nachvollziehbar festgestellt werden, dass sich ein Kino an einem der beiden anderen Standorte am Bahnhof oder in der Gartenstraße - der Schulweg wurde nur pro forma mit untersucht - besser bauen ließe, wäre das auch für ihn in Ordnung. Doch noch, so Hillers, sei das nicht der Fall und die Kino-Option Willers-Jessen-Schule keinesfalls erledigt. Es gebe noch zahlreiche offene Fragen, und es müssten auch aktuelle Zahlen und Berechnungen auf den Tisch und in der Diskussion berücksichtigt werden.

Das Internationale Naturfilmfestival Green Screen jedenfalls könne "nicht unbegrenzt auf neue Kinosäle verzichten". Vier weitere Jahre Wartezeit, wie sie zum Beispiel am von der Stadt Eckernförde favorisierten Standort Bahnhof durchaus anfallen könnten, würden "den Bestand des Festivals sehr stark in Frage stellen", ist Hillers überzeugt.

Der SSW möchte sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht festlegen, welcher Kinostandort der beste wäre, teilte die Spitzenkandidatin für die Kommunalwahl Sylvia Grabowski-Fillmer mit. "Wir möchten das Thema Kino nicht zum Wahlkampfthema aufbauschen." Die Fraktion der Linken hat eine Positionierung zum jetzigen Zeitpunkt ebenfalls abgelehnt. "Über den Kinostandort wird die neue Ratversammlung beschließen, das weitere Vorgehen wird im Hauptausschuss beraten werden", erklärte Spitzenkandidat Rainer Beuthel. Bei der Sitzung des Hauptausschusses am Donnerstag, 16. Mai, um 17 Uhr steht im Ratssaal die Standortfrage für ein neues Kino und das weitere Vorgehen auf der Tagesordnung.

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