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Schlei-Bote

23. September 2017 | 18:23 Uhr

Kindergarten platzt aus allen Nähten

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

25 Jungen und Mädchen mussten in die Grundschule Husby ausgelagert werden – zwei neue Kita-Gruppen sind notwendig

shz.de von
erstellt am 01.Apr.2014 | 17:36 Uhr

Für die 25 Kindergartenkinder des evangelischen Kindergartens in Husby stand ein Umzug in die Aula der Grundschule an. Die Kinder der Gruppe „Kleine Hexen“, 14 Mädchen und 11 Jungen, hatten sich mit ihren Erzieherinnen Manuela Scholz und Nicole Henke auf die etwa 500 Meter Fußweg, vom Kindergarten bis zur Grundschule, begeben. Die altersgemischte Gruppe, deren Alter zwischen 3 und 6 Jahren liegen, wurde auf dem Schulhofplatz von über 100 Schulkindern mit Blumen empfangen. Schulleiterin Kirsten Kozil begrüßte die Kinder und hieß die Truppe herzlich willkommen.

Die kleine Aula und die Sanitärräume sind für die Kindergartennutzung umgerüstet worden. Besonderen Wert legt die Kindergartenleitung auf die Sicherheit der Kinder. So sind alle Heizkörper verkleidet und eine Nottreppe wurde eingebaut. Neben einem Wickelraum sind die Toiletten kindgerecht angepasst worden. Für die Kinder ist das Spielzeug besonders wichtig und so war der kleine Finn-Lukas (6) ganz begeistert: „Toll, hier kann ich super spielen.“

Eltern kritisierten den Umzug der Kleinen, weil dadurch bestehende soziale Bindungen im Kindergarten zerstört würden. Außerdem seien Drei- und Vierjährige zu jung für eine Unterbringung in der Schule.

Für die Nutzung der Aula als Kindergarten war eine Sondergenehmigung nötig, ebenso für die Gruppengröße von 25 Kindern. Auslöser des Umzugs war der sprunghafte Anstieg der Kinderzahlen im U3-Bereich – und damit verbunden der Platzmangel im evangelischen Kindergarten. Wegen der hohen Anmeldezahlen hatten sich die Kirchengemeinde sowie Ausacker und Husby bereits im Dezember 2013 entschlossen, ab 1. April eine sechste Gruppe im Kindergarten einzurichten. Sogar eine siebte wurde zwischenzeitig notwendig. Die Planungen für den Umbau sind im vollen Gange.

Im Gemeinderat war über die gestrichene finanzielle Beteiligung des Kirche und eine umstrittene Rechtsauskunft des Kreises dazu intensiv diskutiert worden. Kirchenvertreter Volker Schümann teilte mit, dass die Unterfinanzierung – auch für vier Mitarbeiter – in voller Höhe zu Lasten der Kommunen gehen müsste. Sonst müssten die Planungen zur Erweiterung der Gruppen eingestellt werden. Nach langer Diskussion stimmte die Gemeindevertretung mehrheitlich einer entsprechenden Zusatzvereinbarung zu.

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