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Angler Heimatverein : Keine Einigung mit dem Dachverband

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Zu hoher Jahresbeitrag und zu geringe Zuschüsse – Heimatverein der Landschaft Angeln ist enttäuscht vom Schleswig-Holsteinischen Heimatbund.

shz.de von
erstellt am 03.Apr.2014 | 10:45 Uhr

Der Heimatverein der Landschaft Angeln (AHV), der mit über 3000 Mitgliedern der größte Heimatverein in Schleswig-Holstein ist, kommt mit seinem Dachverband, dem Schleswig-Holsteinischen Heimatbund (SHHB), nicht auf einen gemeinsamen Nenner. Der AHV-Vorsitzende Eduard Büll aus Dollerup stellte anlässlich der Frühjahrstagung des AHV in der neuen „Event-Scheune“ auf Wittkielhof klar, dass es in Kontaktgesprächen mit dem SHHB bislang keine Annäherung gegeben habe. Die Gründe für die Gespräche sind zum einen der zu hohe Jahresbeitrag an den Dachverband und zum anderen die zu seltenen geringen Zuschüsse für Projekte in den einzelnen Regionen. „Solange der SHHB zu keinem Kompromiss bereit ist, nehmen wir die von uns beschlossene Kündigung der Mitgliedschaft im Dachverband nicht zurück“, erklärte Büll. Dennoch will der AHV-Vorstand die Verhandlungen mit dem SHHB fortführen.
Obwohl auf dem Frühjahrstreffen eigentlich die Leiter der Arbeitsgemeinschaften und die Vertrauensleute aus den 37 Kirchspielen das Wort haben, stellte zunächst Bürgermeister Hans-Jürgen Schwager die Gemeinde Stoltebüll vor. Er erinnerte daran, dass diese Kommune 1970 aus vier kleinen „Vorgängerinnen“ entstanden war. Friedhelm Kummetz aus Füsing wies danach im Namen der Ornithologen auf die zu beobachtenden Veränderungen in der umliegenden Natur hin: Zum Beispiel hätten sich die Elstern überall in den Ortschaften angesiedelt, weil sie sich auf der durch Maisanbau und andere Faktoren beeinflussten Feldmark nicht mehr heimisch fühlten. Danach kamen die AG-Leiter zu Wort. Dr. Sönke Hartz aus Borgwedel (AG für Ur- und Vorgeschichte) kündigte für dieses Jahr einen Besuch der Ausgrabungsstätte am Dannewerk an. Er nahm außerdem den Vorschlag auf, sich mit seiner Gruppe über die archäologischen Untersuchungen an der Füsinger Au zu informieren. Dass die Plattdeutsch-AG immer mehr Freunde gewinnt, ist vor allem dem ehemaligen Querner Bürgermeister Erich Petersen zu verdanken. „Als Kind habe ich in Roikier nur Platt gesprochen. Als ich zur Grundschule kam, konnte ich kein Hochdeutsch“, verriet er. Gerhard Rossen aus Flarupgaard (Botanik-AG) und Günter Völkel aus Steinbergkirche (Garten-AG) berichteten ebenfalls von ihren Aktivitäten und Planungen.

Hinzukommen soll jetzt noch eine Videofilmgruppe. Interessierte Hobbyfilmer aus den Kirchspielen können sich beim Vorstand melden, wenn sie mit eigenen dokumentarischen Beiträgen zu einer „Sammlung mit bewegten Bildern“ beitragen möchten. Die Aufnahmen von heute könnten „morgen“ schon wertvolle Zeitzeugnisse sein, wurde betont. Schriftliche Zeitzeugnisse hat man dagegen fast im Übermaß. Der ständig wachsende Bücherbestand bereitet nicht nur dem Archiv-Chef Rolf Glawischnig aus Glücksburg Kopfzerbrechen, denn der vorhandene Platz in der Söruper Geschäftsstelle stößt an seine Grenzen.

Zum Abschluss verabschiedete der Vorsitzende Eduard Büll den langjährigen Jahrbuch-Schriftleiter Alfred Lorenzen aus Husum. Ab 2015 wird voraussichtlich Mathias Jürgensen aus Kalleby diese Aufgabe wahrnehmen. Ebenfalls verabschiedet wurden der Struxdorfer Vertrauensmann Herbert Wildfang (39 Jahre im Amt), seinen Kollegen Peter Heinz Philipsen , Elisabeth Hansen und Günter Völkel (Garten-AG).

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