zur Navigation springen

Damper Seniorenbeirat : Kaum Resonanz auf den Fragebogen

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Der Damper Seniorenbeirat will gezielter die Interessen älterer Mitbürger vertreten.

Die Zahl der älteren Mitmenschen steigt, der Begriff des demografischen Wandels macht die Runde. Als Vertretung besonders der Interessen und der Bedürfnisse der Menschen über 65 Jahren versteht sich der Seniorenbeirat Damp als ein Vermittler zwischen Bürgern und Kommunalpolitik. Nach acht Jahren Pause war im September in der Gemeinde wieder ein Seniorenbeirat gewählt worden.

Doch damit ist es nicht getan, wie Vorsitzender Peter Warschitzka (70), seine Vertreterin Ellen Stanke (66) und Schriftwartin Uta Klingschat (68) feststellen. Sie müssen zunächst dafür sorgen, dass sie und ihr Beirat samt seinen Aufgaben bekannt werden, denn viele der 387 Bürger der Gemeinde über 65 Jahren wüssten nichts oder wenig über ihre Aufgaben.

Mit einem Fragebogen an alle über 65-Jährigen hat der Beirat Anfang Januar begonnen, sich vorzustellen und zugleich die Interessen der Senioren zu erfragen. „Wir sind verhalten und etwas enttäuscht über die bisher geringen Rückläufer“, sagt Warschitzka. Anfang Februar liegen dem Beirat erst 21 Rückmeldungen von den 387 angeschriebenen Bürgern vor. Einige fühlten sich nicht angesprochen, da sie sich nicht so alt fühlen oder aber bereits in verschiedenen Gremien vernetzt seien, versucht der Vorsitzende zu erklären.

Uta Klingschat sagt: „Viele Bürger kennen uns und die Aufgaben des Beirats einfach nicht.“, Eine weitere Hürde sei, dass ältere Mitbürger teilweise Probleme hätten, den Fragebogen zu lesen und auszufüllen, hat Klingschat aus vielen Gesprächen erfahren. Und Ellen Stanke ergänzt: „Hinzu kommt, dass viele Bürger denken, der Beirat würde wie andere Vereine Kaffee- und Spielnachmittage anbieten. Doch das trifft nicht zu.“ Nach den Worten Warschitzkas will der Beirat nicht in Konkurrenz zu anderen Vereinen und Verbänden treten, sondern vielmehr die Interessen der Senioren in gemeindlichen Gremien einbringen und so als Vermittler fungieren.

Auch wenn die drei noch auf weitere Rückläufer der Fragebögen hoffen, so ergab die erste Durchsicht der beantworteten Bögen einige Schwerpunktthemen, an denen die Senioren Interesse bekundeten. Ganz vorne steht demnach die selbstbestimmte Vorsorge im Alter gefolgt von Verbraucherschutz, Sicherheit im Internet sowie Sicherheit im Haus, auf der Straße und im Straßenverkehr. Neben den vom Beirat vorgeschlagenen Themenkomplexen im Fragebogen machten viele Senioren auch weitere Angaben. So wurde mehrfach Kritik an zu wenig Nahverkehrsangeboten geäußert. Den Wunsch oder die Forderung Einzelner nach festen und am besten täglichen Taxiverbindungen, finanziert durch die Gemeindekasse, wies Warschitzka allerdings zurück. Weiterreichen an den VfL Damp-Vogelsang wird der Beirat hingegen Wünsche und Anregungen von Senioren nach besonderen Sport- und Bewegungsangeboten.

Der Beirat hat sich vorgenommen, zu den einzelnen Themenkomplexen Infonachmittage, Veranstaltungen oder Vorträge zu organisieren, sagt der Vorsitzende. Und Ellen Stanke führt aus: „Die Beiratsmitglieder wollen Lösungen anstoßen, Impulse in die Kommunalpolitik geben und gemeinsam mit anderen etwas bewirken.“

Der Beirat bietet jeden zweiten Mittwoch in den Monaten März, Mai, Juli, September und November ab 17.30 Uhr eine Sprechstunde im Sitzungszimmer der Amtsaußenstelle in Vogelsang, Auf der Höhe 16, an. Telefonisch können sich Bürger unter Tel. 0152/ 02  89  95  23 oder per E-Mail (PeWar@t-online.de) mit Peter Warschitzka in Verbindung setzen. Über WhatsApp steht der Beirat untereinander in Verbindung, um schnell reagieren zu können.

zur Startseite

von
erstellt am 10.Feb.2016 | 12:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert