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Schlei-Bote

24. Oktober 2017 | 02:44 Uhr

Mensch des Jahres : Karl Plaumann

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Der Mann ist eine Institution am Schwansener See.

shz.de von
erstellt am 02.Nov.2015 | 00:15 Uhr

Karl Plaumann und der Schwansener See sind untrennbar miteinander verbunden. Seit seinem zwölften Lebensjahr ist der gebürtige Königsberger ehrenamtlicher Vogelwart des heutigen Naturschutzgebietes. Gemeinsam mit zwei Bekannten gründete der heute 80-Jährige 1967 den Deutschen Bund für Vogelschutz (heute: Nabu) Nordschwansen. 44 Jahre war Plaumann Vorsitzender der Ortsgruppe. In dieser Funktion setzte er sich unermüdlich für die Unterschutzstellung des Schwansener Sees ein. Mit Erfolg: 1987 wurde das 224 Hektar große Areal Naturschutzgebiet. Zu den Früchten seines Engagements zählen außerdem ein naturkundliches Museum (mit 600 eigenhändig präparierten Tieren) in Dörphof und eine Auswilderungsstation in Olpenitz. 36 Jahre lang gab der Malermeister Kindern Gitarrenunterricht. Mit der Gründung der Gruppe „Die Zugvögel“ spielten Plaumanns Schüler nicht nur Gagen ein, mit deren Hilfe sie Ländereien für diverse Schutzgebiete erwerben konnten. Der Vogelwart und seine jungen Helfer hielten außerdem während der Brutzeit in Tag- und Nachtwachen Fuchs, Marder und Iltis von den Gelegen, etwa der bedrohten Zwergseeschwalbe, fern. Aus den anfänglich 43 Vogelarten am Schwansener See wurden so im Laufe der Jahre 127. 2012 legte Karl Plaumann seinen Vorsitz des Nabu Nordschwansen nieder. Er betrachtet seine Aufgabe als erfüllt, möchte „seinen“ Schwansener See nur in guten Händen wissen. So weit ihn seine Füße tragen, geht der ehrenamtliche Vogelwart noch heute regelmäßig zum See, um nach den Gelegen von Kiebitz und Co. zu sehen.

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