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Schlei-Bote

23. August 2017 | 23:57 Uhr

Grippewelle : Kappelner sind robust

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Während in anderen Städten die Virusinfektion die Menschen im Griff hat, leiden die Kappelner offenbar nicht ganz so sehr.

Die Rede ist nicht von einem dieser relativ harmlosen grippalen Infekte. Ein bisschen Schnupfen, ein bisschen Halsweh, nach einer guten Woche ist meist alles ausgestanden. Es geht vielmehr um die sogenannte „echte Grippe“, die Influenza, eine Virusinfektion, die in diesem ausklingenden Winter stärker als üblich auf dem Vormarsch ist. Das zumindest war in der jüngsten Vergangenheit aus Schleswig, Neumünster, Itzehoe oder Flensburg zu hören. In Flensburg ist, so die aktuellen Meldungen, derzeit etwa ein Viertel der Stadtverwaltungsmitarbeiter erkrankt. Da erweisen sich die Kappelner im Vergleich durchaus als robuster. Dr. Jan Braun, Allgemeinmediziner mit eigener Praxis im Hohlweg, sagt: „Ich bemerke keine enorme Grippewelle.“ Zwar habe er die Influenza auch bei einigen Patienten diagnostiziert – „aber das Schlimmste ist inzwischen überstanden“.

Es ist zwei, vielleicht drei Wochen her, da habe er, so beschreibt es Jan Braun, „die übelste Phase“ erlebt. Jeder dritte seiner Patienten sei zu diesem Zeitpunkt mit Symptomen eines grippalen Infektes zu ihm gekommen – unterm Strich deutlich mehr als 100 Menschen. Die sogenannte echte Grippe habe er bei etwa zehn Patienten festgestellt – insgesamt nichts absolut Außergewöhnliches für einen Februar. Hinter dieser echten Grippe steckt eine ernste Infektionskrankheit, deren erste Symptome sich bereits nach wenigen Stunden zeigen können. Hohes Fieber bis 40 Grad Celsius, Kopf- und Gliederschmerzen und ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl im ganzen Körper zählen unter anderem dazu. Wen es erwischt hat, dem rät Braun dazu, möglichst einen Arzt zu kontaktieren und sich auf jeden Fall krankschreiben zu lassen. „Kein Grippekranker sollte sich aus falsch verstandenem Ehrgeiz zur Arbeit oder in die Schule schleppen“, sagt der Mediziner. Auch weil so die Gefahr wachse, andere Menschen anzustecken. Er selber verschreibe in erster Linie fiebersenkende Mittel und betont: „Die bewährten Hausmittel wie Wadenwickel, Inhalieren und heißen Fliederbeersaft finde ich eigentlich sehr gut.“

Unabhängig davon besteht allerdings die Möglichkeit, sich im Vorfeld gegen die Influenza impfen zu lassen – in der Praxis von Jan Braun haben davon viele Kappelner Gebrauch gemacht. „Wir haben bestimmt 250 Menschen geimpft“, sagt der Arzt. Auch das aber sei eine Zahl, die sich in der gewohnten Größenordnung bewege. Zusätzlich lasse sich das Risiko einer Infektion durch regelmäßiges Händewaschen verringern und auch indem Gesunde den Kontakt mit Grippekranken minimieren. Aber auch so beruhigt Jan Braun die Kappelner: „Eine Grippe-Epidemie ist es nicht.“

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erstellt am 05.Mär.2015 | 07:30 Uhr

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