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„Topfgeldjäger“ : Kappelner kocht die ZDF-Jury weich

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Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Friseurmeister Dirk Seidel nimmt mit seiner langjährigen Freundin Helga Ebeyan an der TV-Kochshow „Topfgeldjäger“ teil und überzeugt.

shz.de von
erstellt am 28.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Kappeln | Gestern war sein erster Fernsehauftritt. Entsprechend nervös war Dirk Seidel. „Also vor der Sendung, da schlotterten mir die Knie“, sagte der Kappelner Friseur. „Und ich hab mich selbst immer wieder gefragt: Warum tust du dir das an ?“ Das, was der Friseurmeister sich da angetan hatte, war die ZDF-Kochshow „Topfgeldjäger“. Bei der Sendung treten zwei Zweierteams im Kochduell um Geld gegen einander an. Für einen Sieg im ersten Duell gibt es pro Team 1000 Euro. Seidels Partnerin am Küchenherd war seine langjährige Freundin, Helga Ebeyan aus Osdorf. Und Ebeyan war überhaupt nicht aufgeregt, kein Wunder – bringt sie doch nicht nur Küchen-, sondern auch Fernseherfahrung mit. Die 74-Jährige hatte nämlich vor einem Jahr schon einmal bei der „Küchenschlacht“, ebenfalls eine TV-Kochshow des ZDF, mitgewirkt.

Doch im Hamburger Studio ging der Puls bei Seidel dann doch etwas schneller: viele Räume, die Einführung für den Herd, ein Drei-Gänge-Menü in 45 Minuten auftischen und natürlich jede Menge Kameras. Selbst das Schneiden von Gemüse kam in die Linse. „Manchmal war eine Kamera so dicht dran am Gemüse, da hätte ich es ihr am liebsten reingestopft“, sagte Helga Ebeyan, die mit ihrer Schlagfertigkeit mindestens so beeindruckte wie mit ihrer Kochkunst. Doch der herzliche Empfang durch die Fernsehköche, besonders durch Moderator Alexander Herrmann, ließ die zwei Kandidaten sich schnell heimisch fühlen. „Der Alexander nimmt einem gleich die Angst weg. Nachher war ich gar nicht mehr aufgeregt“, sagte Hobbykoch Seidel.

Friseurmeister Seidel und Küchenfee Ebeyan hatten bereits vor der Sendung miteinander gekocht. Schnell war klar: Seidel übernimmt größtenteils das Hauptgericht, Ebeyan den Nachtisch. In ihrer Premiere bei den „Topfgeldjägern“ hatten sich die mit eigens angefertigten Kochschürzen als „Pott un Pann“ auftretenden Schleswig-Holsteiner folgendes Menü ausgedacht: Als Vorspeise einen Ruccola-Salat mit Bacon und karamellisierten Haselnüssen auf süß-saurem Dressing, danach eine Ofenforelle mit Graupen als Hauptspeise und zum Abschluss Bisquit-Törtchen. Und für das alles nur ganze 45 Minuten Zeit. „Das ist schon ganz schön stressig“, meinte Dirk Seidel. Und seine Co-Köchin Helga Ebeyan ergänzte: „Dann kann man schnell mal einen Fehler machen.“ Machten die beiden aber nicht, und so ganz nebenher servierte das Kochduo als Zwischenmahlzeit noch ein Feuerwerk an Gags. So nannte Alexander Herrmann den Friseur anfangs hartnäckig Dieter. „Aber ich heiße doch Dirk“, sagte Seidel. „Das war nur ein Test“, entfuhr es dem Sternekoch. „Macht nichts, Dirk hört auf alles, auch wenn man pfeifft“, sagte Ebeyan.

Da hatten die beiden Hamburger Gesangslehrerinnen im gegnerischen Team einen schweren Stand. Ebeyan erzählte: „Das Ganze ist eben auch eine Unterhaltungssendung. Der Regisseur kam später zu mir und sagte: Es gibt gute und nicht so gute Sendungen, das war eine sehr gute Sendung.“ Doch musste das Essen auch noch Juror Ali Güngörmüs schmecken, und das tat es. Den Ausschlag gab der Hauptgang. Während bei den Hamburgerinnen die Forelle im Speckmantel zu specklastig ausfiel, nannte der Berufskoch die Seidel-Ofenforelle „perfekt gegart“. Und das mit Sellerie und Knoblauch abgeschmeckte Graupen-Tomaten-Ragout war für den Sternekoch „echt der Hammer“. „Es ist alles perfekt“, sagte Güngörmüs. Weil Dessert wie Vorspeise unentschieden gewertet wurden, bedeutete dies den Sieg für „Pott un Pann“. Und da das Team dazu noch auf die Siegprämie verzichtete, darf es erneut antreten. Am Montag, 28. April, wird das nächste Kochduell ab 15.05 Uhr im ZDF übertragen. Dann geht es für Ebeyan und Seidel schon um 2000 Euro.

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