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Nach dem Taifun : Kappelner Hilfe für die Philippinen

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Ende Januar will Johannes Dennda auf die Philippinen reisen. Bis dahin sammelt er Werkzeug und Material, um die vom Taifun zerstörten Häuser wieder aufzubauen.

Zweieinhalb Monate ist es her, dass der Taifun „Haiyan“ auf den Philippinen wütete. Und immer noch sind die Menschen auf der Inselgruppe im westlichen Pazifischen Ozean weit von dem entfernt, was einmal ihr Alltag war. Einer von ihnen ist der frühere Kappelner Dirk Bruckner, der inzwischen seit zweieinhalb Jahren auf den Philippinen zu Hause ist. Sein Freund aus alten Zeiten, Johannes Dennda, hat vor einigen Wochen eine Spendenaktion ins Leben gerufen – und das erste Spendenpaket bereits auf den Weg geschickt.

„Die Menschen in Kappeln sind unglaublich spendenfreudig“, freut sich Dennda. Vor vier Wochen hatte er die Spendenaktion zugunsten der vom Taifun heimgesuchten Menschen auf der philippinischen Insel Leyte gestartet. Sein dorthin ausgewanderter Freund Dirk Bruckner hatte ihn per Email über die schweren Probleme informiert und gleichzeitig um Hilfe für den Wiederaufbau gebeten. Geld war nicht so wichtig. Benötigt wurden Handwerkszeug, Schrauben, Nägel und Baumaterial.

Mittlerweile sei die Zahl der Toten, wie Dirk Bruckner in einer neuen Mail mitteilt, auf 6000 gestiegen. 1500 Menschen würden noch vermisst. Und, das sei das Schlimmste, die internationalen Hilfsorganisationen hätten, so Bruckner weiter, seit Jahresende ihre Hilfen eingestellt. Wie der Auswanderer mitteilt, stapeln sich die Hilfsgüter tonnenweise an verschiedenen Orten. Obwohl genügend Laster für den Transport vorhanden wären, passiere dennoch nichts. Die dringend benötigten Hilfsgüter würden nicht an die Bedürftigen verteilt, weil die Helfer nicht mehr da seien. „Es fehlt an allem“, schreibt er weiter.

Und jetzt kommt Kappeln ins Spiel. Denn derzeit ist das erste Hilfspaket aus Kappeln Richtung Philippinen unterwegs. Innerhalb von vier Wochen kamen über 100 Kilogramm Werkzeug, Nägel, Schrauben, Sägen, Hämmer und vieles andere mehr, das dringend benötigt wird, zusammen. Johannes Dennda hat alles in eine große Kiste verpackt und der Spedition Schenker übergeben. Die Kosten für den Transport übernahm Dirk Schadewaldt, Inhaber des Elektrohauses Mehlby.

Jetzt allerdings muss Dennda ein weiteres Problem lösen. Familie Neuß aus Kappeln-Lüttfeld spendierte eine komplette Hobbywerkstatt mit sämtlichen Geräten. Für den Abbau haben sich bereits die Aktiven der Wehr Kopperby zur Verfügung gestellt. Jetzt sucht Dennda einen Container, der die Hobbywerkstatt – acht Kubikmeter im Gesamtgewicht von rund 800 Kilogramm – aufnehmen kann. Und er braucht ein Zwischenlager, bis alles auf Reisen verschickt wird. Außerdem werden Sponsoren gesucht, die die Transportkosten von geschätzt rund 3000 Euro übernehmen.

Johannes Dennda hofft, dass alles bis zum 28. Januar geregelt wird. An diesem Tag fliegt er auf die Philippinen, um zu helfen und zu prüfen, wo die Spenden geblieben sind. Von dort wird er dann über die Arbeit vor Ort berichten.

Wer helfen möchte, wird gebeten, sich an Johannes Dennda, Kappeln, Schleswiger Straße 8, zu wenden.

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erstellt am 21.Jan.2014 | 07:30 Uhr

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