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Kappeln : Kappelner helfen Kindern in Afrika

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Veranstaltung der Familienbildungsstätte zur weltweiten Kinderhilfe. Ehepaar Mau zieht nach zehn Jahren Bilanz.

„Nachhaltig die Menschen in den Entwicklungsländern fördern, ist die beste Art gegen Armut und Flüchtlingswellen.“ Sabine und Matthias Mau, sie Erzieherin in einem Kindergarten, er gelernter Tischler und Unternehmer in Kappeln, machen im Kleinen vor, wie man in Afrika nachhaltig den Menschen helfen kann.

„Kinder in der Welt“ hieß das Thema zum Internationalen „Tag der Familie“, zu dem die Evangelische Familienbildungsstätte in das Begegnungszentrum in Ellenberg eingeladen hatte. Kinder in der Welt heißt heute: Kinder auf der Flucht, Kinder in Armut und ohne Perspektive. Gitta Trauernicht, ehemalige Sozialministerin des Landes und heute Vizepräsidentin von SOS Kinderdorf International, sowie Sabine und Matthias Mau berichteten, wie Kindern in der Welt geholfen wird. Auf der einen Seite die Hermann Gmeiner Stiftung, die derzeit weltweit 560 Kinderdörfer betreibt, dazu rund um den Globus Kindergarten und Schulen unterhält. Kinder-Hilfe effektiv und weltweit im großen Stil.

Auf der anderen Seite das Ehepaar Mau mit einem kleinen, aber effektivem Projekt, an den Menschen ausgerichtet, in dem Dorf Maranja in der Kirchengemeinde Ngaruma in Tansania. Ein Projekt, das in diesem Jahr zehn Jahre alt wird und ein Stück Kappelner Unternehmergeist nach Tansania exportiert. Hedda und Peter Knuth haben sich in diesem Ort um Aids-Kranke gekümmert. 2006 wandten sie sich an den Präsidenten des Kappelner Lions Club Matthias Mau mit der Bitte um finanzielle Unterstützung für die Pflege der an Aids erkrankten Menschen in dem Ort. Sie berichteten von einer kleinen Berufsschule, die mit viel Hoffnung aufgebaut, aus finanziellen Gründen vor das Aus stand.

Sabine und Matthias Mau waren neugierig geworden, wollten die Situation persönlich in Augenschein nehmen. Was sie vorfanden war erschreckend. Aids-Vollwaisen und Hoffnungslosigkeit. Für die Kappelner eine Herausforderung, die sie bis heute nicht los gelassen hat. Für den Handwerksmeister war klar, die berufliche Bildung ist ein Grundstein für die Entwicklung der Menschen und ihrer Heimat. Alles was an Gerät und Maschinen im Kappelner Betrieb nicht mehr benötigt wurde, dazu Unterstützung von Geschäftspartnern, Bekannten und Freunden, ob Material, oder Geld, alles was zusammen kam, wurde und wird in den kleinen Ort Maranja gesandt.

Auf die vorhandene personelle Grundstruktur aufbauend, wurde in den vergangenen zehn Jahren eine beachtliche gemeinsame Aufbauleistung geschaffen. Die berufliche Schule hat Struktur, es werden heute Schneider, Tischler, Maurer. Elektriker, Kfz-Mechaniker ausgebildet sowie PC-Lehrgänge angeboten. Die Schülerzahl wuchs von 40 auf heute knapp 150. Sabine Mau hat sich um die sozialen Belange gekümmert, hat sich für einen Kindergarten und ein Waisenhaus stark gemacht. Schüler und Lehrer bekommen nunmehr täglich ein Essen, was in Afrika keine Selbstverständlichkeit ist.

Wichtig ist Sabine und Matthias Mau die Nachhaltigkeit. Alle Projekte werden gemeinsam besprochen und auf Jahre konzipiert. Besuche der Familie Mau in Maranja dienen dem Kontakt zu den Menschen, auch der Einhaltung der Zielvorgaben und dem Erkennen notwendiger neuer Projekte. Für Sabine und Matthias Mau ist besonders wichtig, dass sie von den Menschen einbezogen werden. So ist Sabine Mau in die Frauengruppe aufgenommen worden, und ihr Mann ist Mitglied im Schulverwaltungsrat.

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