Partnerstädte : Kappeln und Ustka tauschen Kunst

Die Besucher aus Kappeln – Bürgervorsteher Frank Nickel (Mitte) und seine beiden Stellvertreter Christian Andresen (li.) und Helmut Schulz – legen Blumen am Ehrenmal in Ustka nieder.
Die Besucher aus Kappeln – Bürgervorsteher Frank Nickel (Mitte) und seine beiden Stellvertreter Christian Andresen (li.) und Helmut Schulz – legen Blumen am Ehrenmal in Ustka nieder.

Eine Delegation von der Schlei war zu Besuch in der polnischen Partnerstadt, verlieh Bilder und erhielt Fotografien.

shz.de von
27. August 2018, 17:57 Uhr

Anlässlich der Heringstage im Mai weilte auch eine Delegation aus Kappelns Partnerstadt Ustka/Polen an der Schlei. Bei der Heringswette wurde der stellvertretende Bürgermeister Bartosz Gwozdz-Sproketowski sogar Heringskönig. Vor der Rückreise nach Ustka sprachen Kappelns polnische Freunde bereits eine Gegeneinladung zu ihrem traditionellen Stadtfest im Sommer aus. Und jetzt war es soweit: Eine Delegation aus Kappeln trat den Weg nach Ustka an.


Leihgabe bildnerischer Arbeiten

Diese Delegation bestand aus Bürgervorsteher Frank Nickel, seinen beiden Stellvertretern Helmut Schulz und Christian Andresen und Stadtvertreter Rainer Moll. Im Gepäck war neben kleinen Gastgeschenken auch eine Leihgabe von bildnerischen Arbeiten der Künstler Andrea Gose, Otto Neumeister, Marlies Rzadkiewicz und Thomas Stribick aus der Region. Diese Bilder werden etwa ein Jahr im Kunstmuseum von Ustka ausgestellt. Im Gegenzug nahmen die Kappelner Fotografien des polnischen Künstlers Waldemar Janiszewski mit zurück nach Hause. Diese Fotografien sind vornehmlich großformatige Luftaufnahmen von Ustka und seiner Region. Die Bilder werden im Herbst dieses Jahres im Rathaus ausgestellt.

Ustkas Bürgermeister Jacek Graczyk und einige seiner Stadtvertreter begrüßten die Kappelner Abordnung herzlich. Es gab die ersten interessanten Gespräche mithilfe eines Dolmetschers oder auch in Englisch. Der nächste Tag begann mit einem gemeinsamen Marsch mit Fischern in traditioneller Kleidung durch die Stadt. Auf der voll besetzten Promenade stellte Bürgermeister Graczyk auf einer Bühne die Kappelner Delegation vor und eröffnete das Stadtfest. Es folgte ein Rundgang über die zirka zwei Kilometer lange Promenade und die Besichtigung von einigen Stationen, darunter das Kunstmuseum. Beim Spaziergang durch die Stadt fielen den Besuchern die vielfältigen Sanierungen und Neubauten von Straßen und Häusern positiv auf. Der Abend endete beim Abendessen mit vielen guten Gesprächen. Unter anderem stellte sich dabei heraus, dass es in Polen offenbar nicht so viele bürokratische Hindernisse beim Bau von Straßen und Häusern gibt.


Altar auf dem Achterdeck

Der folgende Tag begann mit einem Gottesdienst im Freien. Der Altar war auf dem Achterdeck eines polnischen Minensuchbootes an der Pier aufgebaut. Mehrere Hundert Besucher verfolgten die Messe und das anschließende militärische Zeremoniell mit Niederlegung von Blumengebinden am Ehrenmal. Der Bürgervorsteher und seine Vertreter legten für Kappeln Blumen in den deutschen Farben nieder. Die anschließend geplante Seefahrt zur Übergabe von Kränzen ins Wasser musste wegen zu starken Seeganges jedoch ausfallen. Der Kommandant des Minensuchbootes nahm aber die Kränze an Bord, um sie während der Rückfahrt nach Danzig der See zu übergeben.

Am nächsten Morgen trat dann die Kappelner Delegation mit vielen neuen Eindrücken die Rückreise an.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen