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Kappeln steckt 8600 Euro in die Tourismusförderung

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

shz.de von
erstellt am 26.Feb.2014 | 16:19 Uhr

Die Stadt Kappeln hat im neuen Haushalt Geld für die europaweite Ausschreibung der Tourismusförderung bereit gestellt. Grund für diesen Beschluss der Stadtvertretung ist, dass das Mandat der Ostseefjord-Schlei-GmbH (OFS) als bisheriger Auftragnehmerin am 31. Dezember 2014 endet. Der Zeitraum der neu auszuschreibenden Tourismusförderung gilt von 2015 bis 2019. Laut der Stadt Schleswig, die bei der neuen Ausschreibung federführend ist, werden für diese Maßnahme rund 37 000 Euro veranschlagt. Davon entfallen auf die Stadt Kappeln 8600 Euro, das entspricht mehr als 23 Prozent. Kappeln muss somit nach der Stadt Schleswig den zweithöchsten Betrag aller kommunalen Gesellschafter aufwenden. Auf das Amt Kappeln-Land kommen Kosten von 2600 Euro zu, das entspricht weniger als 1,1 Prozent. Die Höhe der Beiträge für die einzelnen Kommunen bemisst sich nach Einwohnerzahl und Bettenzahl zur Fremdenvermietung.

Während in der Stadtvertretung dieses Thema ohne Beratung beschlossen wurde, gab es zuvor im Hauptausschuss eine etwas längere Diskussion dazu. Wie Bürgermeister Heiko Traulsen erläuterte, basieren die Einwohnerzahlen noch auf dem alten Zensus. Da müsse man gegebenenfalls noch nachverhandeln. Michael Arendt (LWG) hatte im Hauptausschuss eine ständige Qualitätsüberprüfung eingefordert und bemängelt, dass die Ausschreibung zu spät erfolgt. Beide Kritikpunkte hatte Rainer Moll (SPD), Mitglied im OFS-Aufsichtsrat, zurückgewiesen. Hauptausschussvorsitzender Matthias Mau (CDU) hatte betont, dass man momentan lediglich das Geld in den Haushalt stelle. „Dann erfolgt die Ausschreibung, und dann werden wir sehen, was es tatsächlich kostet“, so Mau. Den Kappelner Anteil wollte er mit Einsparungen durch die Kündigung einer Mitgliedschaft in einem Tourismusverband sowie mit einer verbesserten Kostensituation in der Bauverwaltung finanzieren.

Dies rief Kritik bei den Grünen hervor. Michael-Sven Schattka sagte, dass er in der Sache zustimme, aber nicht bei der Argumentation. „Man kann Tourismuskosten doch nicht mit geringer angefallenen Baukosten verrechnen.“ Die Beschlussvorlage wurde bei einer Enthaltung genehmigt. Auch in der Stadtvertretung gab es bis auf drei Enthaltungen nur Zustimmung.

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