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Schlei-Bote

13. Dezember 2017 | 08:49 Uhr

Kappeln rund mit Oma, Papa und Enkel

vom

Siebte Auflage des Stadtlaufs am 16. Juni / Erstmals Staffeln mit Läufern verschiedener Altersgruppen am Start

shz.de von
erstellt am 29.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Kappeln | Der Stadtlauf "Kappeln rund" hat sich in den vergangenen sechs Jahren einen ganz besonderen Ruf erarbeitet: Es ist der Mix aus sportlicher Herausforderung und kleinstädtischem Flair, der auch der mittlerweile siebten Auflage seinen speziellen Charme verleiht. Am Sonntag, 16. Juni, darf daher wieder in der gesamten Stadt geschwitzt und angefeuert werden.

Am traditionellen Streckenverlauf ändert sich nichts, Start und Ziel bleibt der Nordhafen. Gleichwohl haben die Organisatoren des TSV Kappeln um Vorsitzende Dagmar Ungethüm-Ancker und Vorstandsmitglied Frauke Detlefsen einige Neuerungen in petto. So gehen in diesem Jahr erstmals die Bambini als erste Sportler auf die Strecke und nicht, wie in der Vergangenheit, die Nordic Walker. Um 9.45 Uhr fällt bereits der Startschuss für die Jüngsten, die 600 Meter absolvieren. Weil die Nordic Walker (erfahrungsgemäß eine zahlenmäßig überschaubare Gruppe) erst um 10 Uhr, die erste große Läufer-Gruppe um 10.45 Uhr starten, erhoffen sich die Verantwortlichen von der Zeitverlegung mehr Ruhe für die Siegerehrung der Bambini. Dagmar Ungethüm-Ancker: "In der Vergangenheit hatten wir das Gefühl, dass wir die Kleinen bei der Zeremonie fast durchschleusten, weil der nächste große Start wartete. Das möchten wir nun vermeiden."

Außerdem feiert in diesem Jahr die Generationen-Staffel Premiere: Fünf Läufer treten gemeinsam an, jeder legt zwei Kilometer zurück, gemeinsam laufen sie einmal "Kappeln rund". Die Bedingungen: Ein Teilnehmer ist älter als 50 Jahre, ein zweiter älter als 25 Jahre, die übrigen drei zwischen acht und 18 Jahren. Dazu Ungethüm-Ancker: "Anlass war der Wunsch vieler, dass auch andere als Schüler eine Staffel laufen wollten." Jetzt soll die Generationen-Staffel als Versuchsballon dienen, um herauszufinden, ob die Kappelner diesem Wunsch auch Taten folgen lassen. Frauke Detlefsen betont: "Es ist eine tolle Möglichkeit, für Kinder mit ihren Eltern und Großeltern zu laufen. Aber auch Nachbarn können sich zu einer Staffel zusammenschließen." Weil dieses Angebot zum ersten Mal stattfindet, ist eine Bewertung noch nicht vorgesehen, jeder, der ins Ziel kommt, ist Sieger. Detlefsen: "Der Spaß steht im Vordergrund, nicht der sportliche Vergleich." Auch deshalb wünschen sich die Verantwortlichen, dass die Staffeln mit kreativen und lustigen Namen antreten und sich im besten Falle auch solche beteiligen, die sich selber sonst nicht unbedingt zu den Läufern zählen. Allen Generationen-Staffeln wird gleich sein, dass der jüngste Sportler am Schluss läuft. Warum erklärt Dagmar Ungethüm-Ancker: "Es ist einfach ein besonderes Gefühl, wenn man als Schlussläufer ins Ziel kommt und den ganzen Applaus abbekommt." Das möchte man den Jüngsten gönnen.

Unabhängig davon bleiben die Schüler-Staffeln (fünf mal zwei Kilometer) ein Element des Stadtlaufs. Allerdings ist deren Zahl in den vergangenen Jahren rückläufig. Der TSV informiert regelmäßig die Schulen der Region von Satrup bis Karby über das Laufereignis, wünscht sich, dass die Schulen ihre Schüler wieder stärker auf "Kappeln rund" hinweisen. Dagmar Ungethüm-Ancker: "Das erleichtert die Organisation der jungen Läufer ungemein, wenn sie jemanden in der Schule haben, der sie anleitet und unterstützt." Schließlich die Nordic Walker und die "Kappeln-rund"-Läufer, die 5,9 Kilometer hinter sich bringen, sowie die "Doppel-rund"-Läufer, die zehn Kilometer durchhalten - das sind die sportlichen Beilagen für den Kappelner Stadtlauf.

Daneben gibt es aber noch ein ganz besonderes Beiwerk, so etwas wie die Garnitur des jährlichen Ereignisses: die Damen der Seniorenresidenz an der Reeperbahn. Sie bauen dort regelmäßig ihren Getränkestand auf, warten mit Wasser in Plastikbechern auf die Läufer und versorgen sie mit Getränken. Für die Sportler eine willkommene Erfrischung, für die Damen ein Heidenspaß. Und für die Organisatoren eine absolut nachahmenswerte Angelegenheit. Frauke Detlefsen: "So etwas wünschen wir uns noch für die ein oder andere Ecke entlang der Strecke."

Genauso übrigens wie Streckenposten, die mithelfen, die Läufer in die richtigen Bahnen zu lenken. Vor allem die Schleibrücke hat sich als neuralgischer Punkt erwiesen. An dieser Stelle müssen die Läufer verschiedene Wege einschlagen, je nachdem, ob sie "Kappeln rund" oder "Doppel rund" laufen. "Die Leute da zu sortieren, ist gar nicht so einfach", sagt Detlefsen. Am Ende kommen aber doch alle wieder am Hafen an.

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