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Amt Süderbrarup : Kampf um die Dorfschulen

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Eine Initiative kämpft für den Erhalt der Knüttel-Antonius-Schule in Norderbrarup. Bei einer Online-Petition kamen jetzt mehr als 1000 Unterstützer-Unterschriften zusammen.

Im Auftrag der Initiative „Macht was für unsere Schule – schweigt nicht!“ übergab Ulf Martensen das Ergebnis einer Online-Petition an Süderbrarups Amtsvorsteher Thomas Detlefsen. 1023 Unterstützer hatten den Aufruf zum Erhalt der Knüttel-Antonius-Schule in Norderbrarup in den vergangenen acht Wochen unterschrieben.

Hintergrund ist der laufende Entscheidungsprozess des Amtes Süderbrarup zur Schulentwicklung. Denn die Selbstverwaltung muss auf die sinkenden Schülerzahlen reagieren. „Schon heute erreichen wir nur noch am Schulstandort Süderbrarup die notwendige Mindestgröße von 80 Schülern“, erklärte Amtsvorsteher Detlefsen. Deshalb hatte man bereits die Standorte von Norderbrarup und Mohrkirch sowie von Steinfeld und Boren verwaltungstechnisch zu je einer Schule zusammengefasst. Und am Standort Boren wird inzwischen schon nicht mehr unterrichtet. Ein halbes Jahr lang hatte sich ein Arbeitskreis aus betroffenen Bürgermeistern, Schulleitern, Vertretern der Amtsverwaltung und dem Vorsitzenden des Schulausschusses mit dem Thema unter Ausschluss der Öffentlichkeit beschäftigt. Ihre Empfehlung war, alle bestehenden Grundschulen des Amtes zu schließen und durch einen zentralen Neubau auf der Ehlerskoppel, einem Vereinsgelände der Kleingärtner in Süderbrarup, zu ersetzen.

Diese Empfehlung löste Proteste aus. Eltern aus den Amtsgemeinden wollen die Dorfschulen nicht hergeben. Und die Kleingärtner fürchten um ihre Parzellen. Nach einem Infoabend mit dem Amtsvorsteher wurde für die Norderbraruper Grundschule eine Online-Petition aufgelegt. Viele Bürger gaben dort Kommentare ab, in denen sie ihre Unterstützung begründeten. Wesentliche Argumente waren dabei die bessere Betreuung der Schüler außerhalb des Massenbetriebs großer Schulen, aber auch der Verlust der Dorfgemeinschaft, da die Schule Mittelpunkt des Dorflebens sei und zur Identifikation beitrage.

Detlefsen nahm die Petition an und erklärte: „Ich werde sie an die beratenden Gremien weiterleiten.“ Diese würden sie in ihre Überlegungen mit einbeziehen. Doch bleibt der Amtsvorsteher bezüglich des Terminplans unnachgiebig: „Noch in diesem Herbst wird der Amtsausschuss eine Entscheidung über die Schulentwicklung treffen“, betonte er.

Inzwischen stehen weitere Varianten zur Disposition. Neben einem zentralen Neubau ist auch eine Außenstelle in einer Amtsgemeinde in der Diskussion. Diese soll mit einem kleinen Neubau oder einer sanierten Brarup-Schule in Süderbrarup kombiniert werden. Die Initiative kündigte außerdem noch eigene Lösungsvorschläge an.

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