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Schlei-Bote

25. September 2017 | 02:44 Uhr

Kappeln : Jugendfeuerwehr kommt in die Jahre

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

In Kappeln feiert die Nachwuchsabteilung der Feuerwehr ihr 40-jähriges Bestehen. Dabei zeigen die jungen Blauröcke, dass sie Verantwortung füreinander übernehmen. Sei es bei der Ausbildung oder der Freizeitgestaltung.

shz.de von
erstellt am 01.Apr.2014 | 11:26 Uhr

Was den Zeitraum ihres Bestehens betrifft, ist die Jugendfeuerwehr Kappeln-Mehlby in die Jahre gekommen. Doch herrscht in dieser zweitältesten Brandschutz-Nachwuchsorganisation im Kreis Schleswig-Flensburg wie ehedem ein quicklebendiges Leben durch immer wieder nachrückende Jungen und Mädchen. Da geht es zum einen um das Erlernen von Feuerwehrtechnik, zum anderen aber auch um die gemeinsame Freizeitgestaltung. Dabei übernimmt der Nachwuchs füreinander Verantwortung.

Auf den Tag genau 40 Jahre nach der Gründung wurde nun Jubiläum gefeiert. Und alle, die sich der Jugendfeuerwehr verbunden fühlen, gaben sich die Ehre und gratulierten – allen voran der stellvertretende Kreispräsident Holger Groteguth. Er überreichte Jugendgruppenleiter Jakob Tramm eine Jubiläumsurkunde und den Kreiswimpel. „Diese Jugendlichen sind eine Zukunftssicherung für die Feuerwehren“, meinte Groteguth. Die Jugendfeuerwehr sei eine gute Alternative zum virtuellen Freizeitangebot und mache denen, die mitmischen, wozu auch die Betreuer gehörten, großen Spaß. Er rief den 30 Jungen und Mädchen zu an ihrem freiwilligen Engagement festzuhalten.

Als stellvertretender Wehrführer der Ortswehr Mehlby hatte zuvor Bernd Rainer Bardossek, der 26 Jahre lang als Jugendwart die Verantwortung für die „Jufeus“ der Schleistadt hatte, die Geschichte der Nachwuchsorganisation von der Gründung mit damals zwölf Mitgliedern bis heute skizziert. 1990 wurden die ersten Mädchen aufgenommen – damals ein Novum, heute eine Selbstverständlichkeit. Die gemeinsamen Unternehmungen – vom Dienst über Zeltlager bis hin zu Ausflügen „in die weite Welt“ wie Paris und Berlin – schweißte zusammen. Bardossek hatte nachgerechnet: 40 Jahre Jugendfeuerwehr Kappeln-Mehlby ist gleichbedeutend mit über 320 000 Stunden des Dienstes und des Zusammenseins.

Wolfgang Heckener, Bardosseks Nachfolger als Jugendwart, hob hervor, dass in der Jugendfeuerwehr frühzeitig Kameradschaft und Teamgeist eingeübt werden. Wer das verinnerliche, sei bereit, Aufgaben und Verantwortung zu übernehmen – in der Feuerwehr und auch in der Gesellschaft. Heckener: „Wir als Jugendfeuerwehr tragen zur Entwicklung junger Menschen mit bei.“ Dabei verhehlte er nicht, dass es für die Betreuer nicht ohne eine gehörige Portion Idealismus gehe. „Jeder muss viel Zeit mitbringen. Aber all das lohnt sich, wenn die Jungen und Mädchen später sagen, dass die Jugendfeuerwehr für sie eine tolle Zeit war.“

Im Namen der Stadt Kappeln gratulierten Bürgervorsteherin Dagmar Ungethüm-Ancker und Bürgermeister Heiko Traulsen. Wie groß die Wertschätzung der Jugendfeuerwehr sei, machte der Bürgermeister daran fest, dass sie mit einem Neubau in Mehlbydiek eine neue Heimat erhalten werde.

Für den stellvertretenden Landesjugendwart Sascha Keßler aus Flensburg war sein Besuch in Kappeln sein letzter offizieller Auftritt in dieser Funktion. Für ihn wird beim Landesjugendfeuerwehrtag, der am 5. April in Kappeln stattfindet, ein Nachfolger gewählt. Keßler lobte die kreative Arbeit in der Jugendfeuerwehr der Stadt und rief dazu auf, die sich in dieser Organisation bietende Möglichkeit zum Mitgestalten zu nutzen. Als Vertreter des Kreisfeuerwehrverbandes Schleswig-Flensburg überreichte Gert Clement einen neuen Wimpel und bedankte sich, dass die Jugendfeuerwehr Kappeln-Mehlby vor einigen Jahren als Pate bereitstand, um die Jugendfeuerwehr Gelting aus der Taufe zu heben. Kreisfeuerwehrjugendwart Ralf Hansen bescheinigte den Kappelnern eine ausgezeichnete Jugendarbeit und gratulierte für die 35 Jugendfeuerwehren im Kreis und ihren 942 Mitglieder. In den Reigen der Gratulanten reihten sich für den Kreisjugendring Vorsitzender Ralph Schmidt ebenso ein wie auch der ehemalige Kreisjugendwart Peter Lach. In den über 24 Jahren in diesem Amt habe er sich stets auf Kappeln verlassen können, lobte er und sagte: „Anruf genügte.“

Kappelns stellvertretender Gemeindewehrführer Rainer Seehusen sagte, dass die vielen Gäste – dazu gehörten auch Abordnungen der Jugendfeuerwehren Süderbrarup, Gelting sowie Oeversee-Sankelmark – die Bedeutung der jubilierenden Jugendfeuerwehr unterstreichen. Er selbst sei mit ihr groß geworden. Seehusens Wunsch war, dass sich die Jugendlichen, wenn sie der Jugendfeuerwehr altersmäßig entwachsen seien, in die Heimatwehren eingliedern, denn: „Wir brauchen jeden Mann und jede Frau.“

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