Kriegsgräberfürsorge : Jetzt wird wieder gesammelt

Spendensammler: Die stellvertretende Landesvorsitzende Hanna Kendel, Geschäftsführer Konstantin Henkel (li.) und Martin Schroer für das Taktische Luftwaffengeschwader in Jagel.
Spendensammler: Die stellvertretende Landesvorsitzende Hanna Kendel, Geschäftsführer Konstantin Henkel (li.) und Martin Schroer für das Taktische Luftwaffengeschwader in Jagel.

Freiwillige Helfer sind bis Anfang Dezember für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge im Einsatz und bitten um Spenden.

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21. Oktober 2018, 17:34 Uhr

In den nächsten Tagen beginnt wieder die Haus- und Straßensammlungen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Zahlreiche freiwillige Helfer, darunter engagierte Bürger, Schüler, Soldaten, Reservisten, Vereins- und Verbandsmitglieder, gehen bis Anfang Dezember auf die Straße und klingeln an Türen, um Spenden für die Arbeit des Volksbundes zu sammeln. Verwendet werden die Mittel für die Pflege von Kriegsgräbern im Ausland. Auch die Soldaten des Taktischen Luftwaffengeschwaders 51 „Immelmann“ aus Jagel werden sich wieder beteiligen. Ausgerüstet sind die Sammler mit einem Ausweis und der Volksbund-Spendendose.

100 Arbeitseinsätze in der Kriegsgräberpflege im Ausland wurden im vergangenen Jahr von Soldaten und Reservisten geleistet, die Soldaten aus Kropp und Jagel beteiligten sich an der Instandsetzung eines Friedhofes in Litauen.

Weltweit kümmert sich der Volksbund um den Erhalt und die Pflege von 2,7 Millionen Gräbern auf 833 Friedhöfen in 46 Staaten. Auch 73 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges führt der Volksbund jährlich 27 000 Umbettungen durch, sorgt für Identifizierungen und würdige Begräbnisse. Rund 35 000 Anfragen zu den Schicksalen von Vermissten beider Weltkriege sind eingegangen – der Volksbund forscht nach dem Verbleib der Vermissten. In seinem Archiv gibt es Angaben zu den Gräbern von fast fünf Millionen Weltkriegstoten.

Seit 1953 führt der Volksbund zudem internationale Jugendbegegnungen und Workcamps unter dem Motto „Versöhnung über den Gräbern – Arbeit für den Frieden“ in Europa durch. „Die Arbeit des Volksbundes ist wichtige Friedensarbeit, insbesondere die Jugendarbeit und die Workcamps“, sagte Konstantin Henkel, Geschäftsführer des Volksbund-Kreisverbands Schleswig-Flensburg.


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