zur Navigation springen

Sonntagseinkauf in Kappeln : Jede Menge Trubel im Adventsshopping

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Der letzte verkaufsoffene Sonntag vor Weihnachten sorgte für volle Straßen. Und die Besucher kamen auch aus dem Umland.

shz.de von
erstellt am 19.Dez.2016 | 07:00 Uhr

Irgendwo zwischen sieben und neun Grad pendelte sich das Thermometer am gestrigen Sonntag ein. So gut wie keine Sonne zwar, dafür aber trocken und windstill. Ziemlich gutes Shoppingwetter also, zumindest ließen die vielen Menschen, die gestern in Kappelns Innenstadt unterwegs waren, eben diesen Schluss zu. Hektisch wirkte derweil keiner von ihnen, eine Woche vor Heiligabend. Fast konnte man meinen, die sanfte Ausstrahlung der kleinen Schleistadt hätte auf die Besucher abgefärbt, die zwar vereinzelt lautstark fröhlich, aber nie polternd oder gestresst ihre vielleicht sogar letzten Weihnachtseinkäufe erledigten. Etliche Geschäfte in der Fußgängerzone und am Hafen hatten gestern von 11 bis 17 geöffnet, und je später und dunkler der Tag desto anheimelnder die Atmosphäre.

Auffällig dabei: Es waren nicht ausschließlich Kappelner, die sich in den adventlichen Trubel stürzten. Flensburger, Eckernförder, Schleswiger waren genauso unter den Einkaufswilligen, das zumindest konnte Lars Meyborg, Geschäftsführer im Kaufhaus Stolz, berichten und lieferte auch gleich den Grund dafür: „Die Menschen wollen weg aus der Großstadt und lieber etwas entschleunigt bei uns einkaufen.“ Er sei zuversichtlich, dass die Kappelner Einzelhandelsstruktur durchaus ein breites Publikum bedienen könne. Allerdings sagte Meyborg auch: „Läge der letzte Einkaufssonntag vor Weihnachten nur zwei Tage vor Heiligabend anstatt wie jetzt eine Woche, hätte er für uns noch einmal eine andere Qualität.“ Trotzdem gab er sich gestern Mittag alles andere als unzufrieden. „Nach den ersten zwei Stunden können wir sagen, dass der Sonntag schon sehr stark ist“, stellte Meyborg klar. Und für die Zeit zwischen den Feiertagen erwartet er noch mehr. „Vom Touristikverein wissen wir, dass die Auslastung da ist, also bin ich sicher, dass die Kundenfrequenz noch zunehmen wird“, sagte Meyborg. Aufgrund des insgesamt doch noch recht milden Wetters hat der Verkauf von Winterkleidung derweil noch nicht so stark angezogen, und mit Blick auf die anstehenden Weihnachtsgeschenke registrierte der Stolz-Geschäftsführer eine Zunahmen bei Gutscheinen – „wohl einfach um das Risiko des Umtausches möglichst gering zu halten“.

Bei Spielwaren Schmidt ist indes der offensichtliche Geschenketipp des Jahres schon seit zwei Wochen ausverkauft: „Hatchimal“ nennt sich der Spielzeug-Trend schlechthin und eröffnet eine Welt, die sich Erwachsenen vermutlich nur bedingt erschließt, Kindern um die fünf Jahre dafür umso eher. Inhaberin Helga Thurau sagte gestern: „Es ist ohnehin leichter, kleine Kinder zu beschenken als große, die schon sehr konkrete Vorstellungen haben.“ Thurau verbuchte das Candlelight-Shopping Ende November bereits als „richtig super“, auch die langen Adventssonnabende liefen bis 16 Uhr gut – „die letzten zwei Stunden sind dann allerdings meist zäh“. Der letzte verkaufsoffene Sonntag vor dem Fest wiederum versprach, recht erfolgreich zu sein. Thurau: „Insgesamt sind wir fast am Vorjahresniveau dran.“

Und dann bleibt genügend Ruhe, um selber einzukaufen. Das nämlich blüht Lars Meyborg, der zumindest gestern noch nicht hinter jedes Geschenk einen Haken setzen konnte. „Zwei fehlen noch“, sagte er. Noch hat er sechs Tage.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen