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Strassen und Wege in Kappeln : Infrastruktur: Endlich wird entschieden

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Der Verkehrsausschuss bringt eine Prioritätenliste als Grundlage für ein Gesamtkonzept auf den Weg.

Mehr als 200.000 Euro hat der mit Beginn des Jahres 2013 geschaffene Eigenbetrieb Parken über die städtischen Parkautomaten eingenommen, bislang liegt dieses Geld unangetastet auf dem Konto. Ausgegeben soll es – so die Maßgabe –, um die Verkehrsinfrastruktur der Stadt zu verbessern, dazu zählen Fuß- und Radwege genauso wie weitere Parkflächen oder Fahrbahnen. Immer wieder landeten in der jüngeren Vergangenheit Vorschläge auf dem Tisch, die sich einzelne Aspekte herausgriffen – dazu zählten etwa das Fahrradkonzept der Interessengemeinschaft Umwelt, die Umgestaltung des Parkplatzes an der Querstraße und die stets lange Liste des Bauamtes zur Straßensanierung. Regelmäßig verhedderten sich die politischen Gremien dann in Diskussionen, ohne am Ende eine Entscheidung zu treffen, wofür das verfügbare Geld ausgegeben werden sollte. Wiederkehrendes Argument: Erst solle ein Gesamtkonzept zur Verbesserung der Infrastruktur vorliegen, ehe man sich einzelne Maßnahmen vornehme. Am Mittwochabend tat der Umelt- und Verkehrsausschuss nun tatsächlich einen entscheidenden Schritt in diese Richtung. Zwar stehen genaue Investitionen nach wie vor nicht fest, aber das Gremium signalisierte klare Bereitschaft, eine Prioritätenliste aufzustellen, die Grundlage für eben jenes Gesamtkonzept sein kann.

Michael-Sven Schattka (Grüne) läutete die Sitzung auf geradezu programmatische Weise ein. „Die Zeit ist reif“, sagte der Ausschussvorsitzende. Für die Verwaltung präsentierte Manfred Wehking im Anschluss 24 bekannte und neue Ideen zur Infrastruktur, aufgeteilt nach Fahrrad- und Fußgängerverkehr sowie fließendem und ruhendem Verkehr. Einige Beispiele: Wehking erinnerte an die Radweglücke, die zwischen der Brückenabfahrt auf Ellenberger Seite und der Ellenberger Straße existiert und vor allem Kinder zwingt, auf ihrem Schulweg auf der Straße zu fahren – damit hatte sich der Verkehrsausschuss bereits im März 2013 befasst. Basierend auf dem Innenstadtkonzept des Wirtschaftskreises „Pro Kappeln“ (WPK) kamen die Neugestaltung des Deekelsenplatzes und die Aufwertung der Innenstadtzugänge vom Hafen wieder ins Spiel. Der anwesende WPK-Vorsitzende Stefan Lenz wurde dabei deutlich. „Es ist dringend erforderlich, dass wir erste Bewegungen setzen, uns dabei aber abstimmen“, sagte er. Jürgen van Schöll, Geschäftsführer der Wirtschaft und Touristik Kappeln GmbH, stellte ein System vor, das Fußgänger von etwas abseits liegenden Parkplätzen in die Fußgängerzone leiten soll. Norbert Leukert von der Bauverwaltung legte die umfassende Liste zur Straßensanierung vor. Weitere Punkte waren unter anderem die Befestigung des Ausweichparkplatzes auf der Wiese in Ellenberg oder die Schaffung von Busparkplätzen auf dem ehemaligen und seit vergangenem Frühjahr brachliegenden Kleingartengelände.

Einstimmig beschloss der Ausschuss schließlich, den gesamten Katalog in den Fraktionen zu beraten und dort, zunächst losgelöst von der Frage der Finanzierung, eine Prioritätenliste zu erstellen. Diese will die Verwaltung auswerten und mit Kostenkalkulationen versehen, um sie danach in den politischen Gremien weiter zu diskutieren. Schattka machte noch darauf aufmerksam, dass der Maßnahmenkatalog keinen Anspruch auf Vollständigkeit hege. Und Stefan Lenz erinnerte daran, dass die Wirtschaft die Parkgebühren aus einem speziellen Grund unterstützt habe: „Damit wir mit diesen Einnahmen Entwicklungsmöglichkeiten schaffen.“

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erstellt am 06.Feb.2015 | 07:30 Uhr

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