Interessengemeinschaft Reitwege Schwansen : Im Schritt zu mehr Reitwegen

Rund 150 Plaketten konnte die IGR Schwansen in diesem Jahr ausgeben. Plaketteninhaber sind berechtigt, auf von der IGR angepachteten Reitwegen in Schwansen zu reiten. Foto: Archiv
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Rund 150 Plaketten konnte die IGR Schwansen in diesem Jahr ausgeben. Plaketteninhaber sind berechtigt, auf von der IGR angepachteten Reitwegen in Schwansen zu reiten. Foto: Archiv

Mitgliederzahl der Interessengemeinschaft Schwansen auf rund 150 gestiegen / Ziel ist Reitwegquerung der Schwastrumer Au

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20. April 2013, 08:28 Uhr

Schwansen | Das große Ziel bleibt ein durchgehender Ostseeküstenreitwanderweg - im Idealfall von der dänischen Grenze entlang der Ostsee, der Eckernförder Bucht bis nach Ostholstein. Ein langer Weg bis zum Ziel, wie die aktiven Mitglieder der Interessengemeinschaft Reitwege Schwansen (IGR) bei ihrer Mitgliederversammlung feststellen mussten.

Etwas einfacher gestaltet sich da im lokalen Bereich die Möglichkeit, neue Reitwege in das Netz der IGR einzubinden. Über elf Kilometer Reitweg, entlang von Feldrändern, von Wäldern und Straßen konnte die Gemeinschaft durch Gespräche mit den Landeigentümern gewinnen. Für die Nutzung wird eine Pacht gezahlt, die Unterhaltung übernimmt die IGR ebenfalls.

Derzeit ist die Gemeinschaft bemüht, einen Übergang über die Schwastrumer Au zu realisieren. Schon seit gut einem Jahr werden intensive Gespräche mit den Landeigentümern geführt, berichtete Peter Tramm als zweiter Vorsitzender. Zudem hat die IGR das Projekt bereits in den Gemeinden Damp und Waabs vorgestellt, um auch dort für die Reitwegeverbindung zwischen den Gemeinden zu werben. In beiden Gemeindevertretungen gab es positive Resonanz und auch Zusagen für finanzielle Unterstützung. Dabei lehnte Damp allerdings eine Übernahme von weiteren Unterhaltungskosten für das Vorhaben ab, und Waabs forderte als Bedingung die Sicherstellung einer verlässlichen und dauerhaften Anbindung der Brücke an bestehende Reitwege. Dies machte der Waabser Bürgermeister Udo Steinacker als Gast im Sitzungszimmer der Amtsverwaltung vor fast 40 Mitglieder der IGR erneut deutlich. Er lobte das Engagement der IGR und ihren Einsatz für weitere Reitwege. "Ich habe Respekt vor Ihren Bemühungen, die oft auf Widerstand treffen", sagte er. Zugleich erinnerte er daran, dass die Gemeinde viele Aufgaben zu erfüllen habe. "Wir müssen sichergehen, dass die Brücke über die Au Anschlüsse hat."

Über den aktuellen Stand mochte der IGR-Vorstand nichts sagen, nur dass man in sehr intensiven Gesprächen mit Landeigentümern stehe, so Tramm. Die Querung der Au wird rund 40 000 Euro kosten. Neben einer möglicher Förderung durch die Aktiv-Region Schlei und den Beiträgen der Gemeinden werden die IGR und der Reitverein Waabs-Langholz sowie der Reitclub Damp ebenfalls einen Teil der Kosten tragen. Darüber hinaus gab es eine Zusage zur Förderung durch die Fördesparkasse. Peter Tramm: "Die Au-Querung ist ein großer, schöner Traum für die Reiter." IGR-Vorsitzender Dr. Thomas Wagner betonte, dass man guter Hoffnung sei und dankte Gemeinden und ihren Bürgermeistern für deren Einsatz bei der Realisierung des Vorhabens.

In seinem Bericht konnte Kassenwart Günter Wöhlk von einer guten Finanzlage sprechen. Dies sei aber auch nötig, um Pachten und Unterhaltungskosten der Reitwege jedes Jahr finanzieren zu können. Erfreulich entwickelte sich die Ausgabe der Reitplaketten. Waren 2012 noch 124 ausgegeben worden, so stieg die Zahl jetzt auf rund 150. Mit den Plaketten, die am Kopfgeschirr der Pferde angebracht werden, können sich Mitglieder der IGR ausweisen. Die Nutzung der durch die IGR angepachteten Reitwege ist nämlich nur den Plaketteninhabern erlaubt. Peter Tramm appellierte an alle Reiter, Nutzer ohne Plakette darauf hinzuweisen. Der Mitgliedsbeitrag liegt bei 25 Euro je Plakette und Jahr. Die Einnahmen seien nach Tramms Worten nötig, um die Pacht der Wege zu finanzieren, denn man wolle den Landeigentümern eine Entschädigung für ihre Bereitschaft, die Wege zur Verfügung zu stellen, zahlen. Alle Wege sind auf einer Karte eingezeichnet, die die Plaketteninhaber ausgehändigt bekommen. Neu hinzu kommen könnte noch in diesem Jahr ein rund 800 Meter langer Abschnitt im Bereich Russlandmoor/Holzdorf.

Als offener Treffpunkt für alle Reiter wurde der nächste Termin für den Reiterstammtisch festgelegt. Er findet am

4. Juni ab 19.30 Uhr auf dem Hof Muesnest/Holzdorf statt.

www.igrschwansen.de

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