Kappeln : Im Begegnungszentrum brodelt es

Hier geht es heiß her: Helga Haubold, Anke Hank und Rosi Brückner engagieren sich ehrenamtlich für die Suppenküche.
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Hier geht es heiß her: Helga Haubold, Anke Hank und Rosi Brückner engagieren sich ehrenamtlich für die Suppenküche.

Die Kappelner Tafel hat schon seit geraumer Zeit auch eine „Suppenküche“. Immer freitags gibt es warme Speisen aus Lebensmittelspenden, die ehrenamtliche Helferinnen zubereiten.

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28. März 2014, 11:30 Uhr

Es dampft und kocht in der Küche des Bez. Hier ist das Reich von Helga Haubold, Helga Käding, Rosi Brückner und Anke Hank. Stand die Kappelner Tafel bislang immer nur für die Lebensmittelausgabe an Bedürftige, gibt es doch schon seit vergangenem Jahr auch das Projekt Suppenküche. Zunächst als Versuchsballon gestartet, ist es inzwischen zu einer festen Einrichtung innerhalb der Tafel geworden.

Jeden Freitag können sozialbenachteiligte Personen im Begegnungszentrum auch ein warmes Hauptgericht oder eine Suppe zu sich nehmen. „Jede Woche gibt es ein anderes Gericht“, sagt Helga Haubold. 60 bis 70 Portionen gehen hier jeden Freitag raus. „Der Zulauf ist gut. Anfangs gab es eine Hemmschwelle, doch das hat sich mittlerweile gelegt“, sagt die Seniorin, die sich auch im Stadtteilcafé engagiert.

Weil die Kappelner Tafel für ihre Lebensmittelausgabe am Freitag teilweise bereits am Montag verderbliche Ware bekam, wurden diese Lebensmittel eingefroren. „Doch gefrorene Lebensmittel können wir nicht abgeben. Also haben wir es mit Kochen versucht und aus der Not eine Tugend gemacht“, sagt Haubold. Die Suppenküche ist gut angelaufen und hat sich mittlerweile sogar etabliert.

Und es gibt auch einen mit Bildern und frischen Blumen geschmückten Raum, in dem die Menschen ihr Essen einnehmen. „Spendwert“-Gründerin Corinna Graunke, die zu den Unterstützern des Projektes gehört, findet die Idee der Suppenküche super. „Auch die Räumlichkeiten sind richtig schön.“

Zu ihrem Engagement für das Projekt sagt Küchenkraft Rosi Brückner: „Wir sind ein gutes Team. Es macht einfach Spaß, wenn wir zusammenarbeiten.“ Anke Hank findet es schön, wenn den Menschen das Essen schmeckt. „Genauso freut es uns, wenn die Kinder uns auf der Straße erkennen“, sagt Hank. Brückner stimmt zu: „Strahlende Kinderaugen sind der schönste Dank, dann machen wir die Arbeit gerne.“ Und Haubold ergänzt, dass sie alle auch einfach gerne kochen.

Und damit dieser Spaß in der Küche auch weiter anhält, haben die Kappelner Werkstätten in Person ihres Geschäftsführers Stefan Lenz auch zwei passende Präsente parat. Je einen gebrauchten Niro-Kühlschrank und Heißluftofen (Konvektomat). „Wir finden es einfach gut, dass Menschen, die in größerer Not sind, hier Unterstützung finden“, sagt Lenz. Es sei enorm, was die Mitarbeiterinnen der Suppenküche mit einfachen Bordmitteln auf die Beine stellten. „Wir hoffen, dass wir mit dieser Spende“, so Lenz, „ihre Aufgabe etwas erleichtern“.

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