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Schlei-Bote

22. November 2017 | 00:28 Uhr

Arnis : Ideensuche für den Sportplatz

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Biotop mit Aussichtsplattform? Hubschrauberlandeplatz? Oder etwas Anderes? Bürger können eigene Gestaltungsvorschläge einbringen.

shz.de von
erstellt am 23.Okt.2017 | 07:00 Uhr

Zwei Tore und ein Straßenschild, viel mehr als das weist nicht darauf hin, dass es sich bei der verwilderten und einigermaßen ungepflegten Grünfläche um einen Sportplatz handelt. Vielmehr ist das Areal nahe der früheren dänischen Schule in Arnis auf dem besten Wege zu einem, so jedenfalls nannte es der Arnisser Bürgermeister Bernd Kugler, „hervorragenden Biotop“ zu werden, sofern sich denn eine „lenkende Hand“ findet, die sich der zwingend erforderlichen Pflege annimmt. Eigentlich aber möchten die Kommunalpolitiker noch einen Schritt weitergehen: Die Arnisser Bürger sind aufgefordert, sich Gedanken darüber zu machen, welche Art der Nutzung sie sich für ihren Sportplatz wünschen.

Die erste Idee lieferte der Bürgermeister anlässlich der jüngsten Stadtvertretersitzung gleich selber: Wer am Spazierweg, der am Sportplatz entlangführt, steht, kann es erahnen – auf der Fläche, die sich auf der gegenüberliegenden Seite an den Platz anschließt, eröffnet sich freie Natur. Für Bernd Kugler war das Anlass zu einem konkreten Vorschlag. „Wie wäre es denn, wenn man etwa in der Mitte des Sportplatzes eine erhöhte Aussichtsplattform errichtet?“, sagte er. „Von dort hätte man einen Ausblick bis ins Noor. Und die Tiere im Noor würde es nicht stören.“ Zur Plattform hin könnte ein auf Pfählen befestigter Steg führen, damit keiner zu Fuß durch den meist recht sumpfigen Platz waten muss.

Stadtvertreter Hans-Joachim Schock warf einen anderen Gedanken ins Rennen – einen Hubschrauberlandeplatz. „Es gibt in Arnis keine Möglichkeit, wo im Notfall ein Rettungshubschrauber landen könnte“, sagte Schock. „Und dabei haben wir mit unserer Badestelle eine latente Gefahrenquelle.“ Unterstützung erhielt er vom Ortswehrführer Dietmar Schlömer, der von einem Einsatz vor etwa fünf Jahren berichten konnte, bei dem ein Hubschrauber auf dem Parkplatz am Ortseingang landete – „aber nur, weil da zufällig genug Platz war“. Auf Vorschlag des Bürgermeisters soll der Bauausschuss weitere Informationen einholen und die baulichen Erfordernisse eines Hubschrauberlandeplatzes prüfen.

Unberührt von diesen Gedankenspielen soll indes der Bolzplatz bleiben. Er bedarf zwar auch einer regelmäßigen Pflege, zudem sollen die Schwarzerlen ausgedünnt beziehungsweise zurückgeschnitten werden, der eigentliche Bolzplatz selber werde aber nach Ansicht der Kommunalpolitiker gut und gerne in Anspruch genommen.

Andreas Jaich schließlich, Mitglied des Finanzausschusses und Zuhörer der Stadtvertretersitzung, empfahl der Runde, die Arnisser Bevölkerung in die Ideenfindung für die künftige Sportplatznutzung mit einzubinden. Und weil im nächsten Monat aller Voraussicht nach ohnehin eine Einwohnerversammlung ansteht, könnte dies das geeignete Forum sein, um bereits vorhandene Vorschläge vorzustellen und gleichzeitig neue Anregungen aufzunehmen.

Außerdem beschlossen die Stadtvertreter bei einer Enthaltung, als Stadt Mitglied im Kirchbauverein der Kirchengemeinde Arnis-Rabenkirchen zu werden. Bei zwei Enthaltungen einigte man sich auf einen Jahresbeitrag in Höhe von 500 Euro. Vor allem Bernd Kugler und Hans-Joachim Schock hatten sich für das städtische Engagement stark gemacht und für den „Erhalt der Kulturdenkmäler“, zu denen auch die Arnisser Schifferkirche gehört, plädiert.

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