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Ellenberg : „Ich freue mich auf euch“

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Jörg Jackisch ist neuer Pastor in den Kirchengemeinden Ellenberg und Kappeln.

Es hat gerade mal einen Monat gedauert, den die Kirchengemeinde Ellenberg ohne einen Pastor verbringen musste. Seit gestern Nachmittag hat sie mit Jörg Jackisch wieder ein eigenes kirchengemeindliches Oberhaupt, Propst Helgo Jacobs führte ihn in der Auferstehungskirche offiziell in sein Amt ein. Und mit Jackisch ist die Kirchengemeinde Ellenberg nun geradewegs in Richtung Zukunft unterwegs.

Wie genau diese Zukunft in diesem, wie es Jacobs nannte, „besonderen Pfarramt“ aussehen soll, legte der Propst schnell dar. „Pastor Jackisch wird in zwei Gemeinden tätig sein“, sagte Jacobs. „Zu 80 Prozent in Ellenberg und zu 20 Prozent in Kappeln.“ Noch ausgeprägter als in der Vergangenheit der beiden Kirchengemeinden ohnehin schon soll die Brücke, die die beiden Teile der Stadt verbindet, auch eben das sein – eine Verbindung. Wenn auch diese neue Struktur der beiden Kirchengemeinden einer, auch das sprach Jacobs offen an, „wirtschaftlichen Notwendigkeit“ geschuldet ist – immerhin sind von ehemals drei vollen Pfarrstellen im vergangenen Jahr in diesem nur zwei geblieben –, knüpfte der Propst daran Chancen. „Das bedeutet nicht, dass im kirchlichen Leben nun blindlings gekürzt wird und wir nichts Neues wagen“, sagte er. Weiterhin wolle man sich gesellschaftlicher Themen annehmen, aber eben in intensiverer Kooperation mit anderen. Jacobs: „Die Netzwerkarbeit ist entscheidend.“

In Jörg Jackisch hat er, das ließ sich bereits gestern erahnen, einen guten Netzwerker gefunden. Jacobs charakterisierte den gebürtigen Hamburger, der bis vor Kurzem Pastor in Norderbrarup war, als jemanden, der seine Motivation aus dem Dienst am Nächsten ziehe. „Er ist einer, mit dem man reden kann, der bodenständig ist und seine Ideen klar strukturiert“, sagte der Propst.

Jackischs erste Predigt als Ellenberger Pastor fußte passenderweise auf dem Hohelied der Liebe, und er ließ seine neue Gemeinde deutlich erkennen, wohin der Weg mit ihm führen kann. „Die Liebe Gottes macht es möglich, Anteil zu nehmen, zuzuhören, einander willkommen zu heißen“, sagte er etwa. „Die Liebe Gottes wagt, das Unmögliche zu denken. Danach möchte ich mit euch immer wieder fragen.“ Und die rund 180 Gottesdienstbesucher durften daraus ablesen, dass dort vorne jemand steht, der bereit ist, sie in ihrem Leben zu begleiten und der sie gleichzeitig auffordert, ihn zu begleiten. Eben ein guter Netzwerker.

Im Anschluss an den Gottesdienst gab es im Birger-Forell-Haus Kuchen, Kaffee und einige Willkommensgrüße. So wünschte etwa Bürgervorsteherin Dagmar Ungethüm-Ancker dem neuen Pastor „viel Freude und Gelassenheit“. Für die Kirchengemeinde Kappeln überreichte Karsten Petersen seinem neuen Kollegen ein Abendmahlsgeschirr aus der Töpferei Stock. „Kappeln hat auch so eines“, sagte Petersen. „Es soll zeigen: Wir sind eins in Christus. Das ist das einzige, das wirklich zählt.“ Von der Kirchengemeinde Ellenberg gab es für Jackisch einen Apfelbaum, Buchgeschenke von der Hospizgruppe und der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde und eine Ostangeln-Karte in XXL von Pastor Hanno Jöhnk – „damit du in Ostangeln auch gut rumkommst“.

Helgo Jacobs hatte es zu Anfang des gestrigen Gottesdienstes „ein Glück“ genannt, dass Jörg Jackisch da sei. Jackischs letzter Satz in der Kirche erlaubte zu schlussfolgern, dass er das ähnlich sieht: „Ich freue mich auf euch.“

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erstellt am 08.Feb.2016 | 07:30 Uhr

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