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St. Katharinen : Hubertusmesse geht unter die Haut

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Beim Gottesdienst in der Katharinen-Kirche betont der Hegeringleiter den verantwortungsvollen Umgang der Jäger mit Natur und Tieren.

In der festlich geschmückten Katharinen-Kirche zu Gelting zelebrierten Jagdhornbläser aus Gelting und Sörup, das Jugendbläsercorps Streichmühle, die „Angeliter Parforce“ sowie die örtliche Pastorin Janine Linde und Maren Schröder aus Drelsdorf eine eindrucksvolle Messe zu Ehren des Heiligen Hubertus, dem Schutzpatron der Waidmänner. Hegeringleiter Bernd Marquardsen aus Rabenholz freute sich namens der Kreisjägerschaft über die große Besucherzahl und wertete diese als „Lohn und Anerkennung unserer Arbeit und unseres jagdlichen Brauchtums“. Dass der von ihm seit 1995 geleitete Hegering nach 2008 wieder eine Hubertusmesse in Gelting ausrichte und das mit so großer Resonanz, stehe vor dem Hintergrund, dass man einmal mehr bewusst machen wolle, dass „wir mit der Natur und den uns anvertrauten Tiere sorgsam umgehen“. Der volltönende, raue, schmetternde Klang der Jagdhörner trage dazu bei, diesen Umstand den Menschen näher zu bringen.

Zwischen dem „Introitus“ zu Beginn und dem „Sortie de Messe“ zum Schluss, intontiert von der Angeliter Parforce, vollzog sich eine Messe, die unter die Haut ging. Mit der Hubertusmesse, so Pastorin Janine Linde, werde die Bedeutung der Schöpfungsgeschichte eindrucksvoll unterstrichen. Ihre Amtskollegin Maren Schröder, selbst passionierte Jägerin, betonte in ihrer Predigt, dass das Jäger-Dasein eine Gratwanderung bedeute. „Es geht um das verantwortliche Handeln im Sinne von Hege und Pflege, um den Erhalt des Gleichgewichts in der Natur, die Wiederherstellung dessen, was der Mensch zerstört hat“, sagte Schröder. Und: „Beim waidmännischen Handeln wird Verantwortung übernommen.“ Die Jäger müssten sich ihres Handelns stets bewusst sein. Menschliche Überheblichkeit sei fehl am Platze. Es gelte, den Tieren als Mitgeschöpfen den ihnen gebührenden Respekt zu zu zollen.

So sah es auch Walter Bruhn aus Kronsgaard mit seinen „Gedanken als Jäger“. Es gehe darum, die Schöpfung mit all ihren Geschöpfen zu ehren. „Der Mensch darf sich nicht über Leben und Natur erheben, darf Pein und Willkür nicht dulden“, sagte Bruhn.

Nach dem Auszug der Bläser aus der Kirche nahmen die Musiker in ihren Hörnern die Kollekte der Besucher entgegen. Die Kollekte verbleibt zur Hälfte bei den Bläsern und geht zur anderen Hälfte an die Geltinger Kirchengemeinde. Dazu Bernd Marquardsen: „Als Spende der Jägerschaft für die Anschaffung der neuen Kirchenglocken.“

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erstellt am 03.Nov.2014 | 07:30 Uhr

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