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Schlei-Bote

18. Oktober 2017 | 08:24 Uhr

Kappeln : Hohe Ausgaben für die Wehr

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Investitionen von knapp einer Viertelmillion Euro sollen im nächsten Jahr die Ausrüstung auf Vordermann bringen.

shz.de von
erstellt am 30.Okt.2014 | 07:30 Uhr

Fast eine viertel Million Euro für Investitionen benötigen die Feuerwehren der Stadt im nächsten Jahr. Die hohe Summe stand im Gegensatz zu den übrigen geplanten Ausgaben fürs nächste Jahr, über die der Hauptausschuss auf seiner jüngsten Sitzung zu entscheiden hatte.

Größter Kostenpunkt ist die Anschaffung eines Einsatzleitwagens für rund 130.000 Euro. Gemeindewehrführer Dirk Schadewaldt erläuterte den Ausschussmitgliedern, dass dieses Fahrzeug eigentlich noch vor dem Löschfahrzeug in Olpenitz angeschafft werden sollte. Doch da man den Einsatzleitwagen später für den Digitalfunk wieder hätte komplett umrüsten müssen, habe man die Anschaffung auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Schadewaldt: „So konnten wir 20.000 Euro sparen.“ Da die Einführung des Digitalfunks jetzt aber bevorstehe, sei die Anschaffung dieses für ganz Kappeln zuständigen Fahrzeugs nötig.

46.500 Euro kostet die Einführung der einheitlichen digitalen Alarmierung. Ab 2016 kommt diese Technik kreisweit zum Tragen. Dann kommt es laut Schadewaldt nicht mehr dazu, dass dänische Sender ins Netz strahlen. Dafür müssen aber neue Endgeräte, die sogenannten „Pager“, angeschafft werden. In Kappeln gibt es 155 dieser Pager, die neu jeweils 300 Euro kosten.

Auch neue feuerfeste Einsatzkleidung machte die Wehr geltend. „Für die jetzige Arbeitskleidung ist die Lebensdauer schon überschritten. Da müssen wir uns sorgen, dass wir nicht irgendwann zur Fackel werden“, sagte Schadewaldt. Die Kosten für 200 neue Jacken werden auf 60.000 Euro geschätzt. Die Beschaffung soll aber über zwei Jahre verteilt werden, sodass im nächsten Jahr 30.000 Euro im Haushalt bereit gestellt werden.

Die Anschaffung eines Silver-Dat-Systems schlägt mit 3000 Euro zu Buche. Wie der Gemeindewehrführer erläuterte, handelt es sich hierbei um ein Computerprogramm, das durch Eingabe des Auto-Kennzeichens Auskunft über den Fahrzeugtyp und Besonderheiten wie Gastank oder Hybridantrieb gebe. „Das ist wichtig für uns, damit wir wissen, wo wir gefahrlos arbeiten können, um die Personen sicher aus dem Fahrzeug befreien zu können“, meinte Schadewaldt. Als weitere Posten führte Schadewaldt die Ausstattung der Jugendfeuerwehr mit 1400 Euro, die Einrichtung einer Amtswehrführungsstelle für 5400 Euro, die Einrichtung einer Küche für die Feuerwehr Mehlby im Wert von 6000 Euro und die mit 8000 Euro veranschlagte Ausstattung der Schulungs- und Aufenthaltsräume für den Neubau des Gerätehauses in Olpenitz an.

Trotz Konsolidierungskurses zweifelten die Fraktionen den Betrag von insgesamt 236.505 Euro nicht an. Volker Ramge (CDU) sprach vielmehr von einem „unglaublichen Einsatz“ der Feuerwehr fürs Gemeinwesen. Ramge: „In der Fraktion haben wir daher nicht gezögert, diesen Maßnahmen zuzustimmen.“ Allein bei der 6000 Euro teuren Küche fragte Ramge, ob es die nicht günstiger gebe. Das war ganz im Sinne von Michael Arendt (LWG). „Auch wir zweifeln den Preis der Küche an, haben aber ansonsten haben keine Bedenken zu der Notwendigkeit der Maßnahmen“, sagte er. SPD-Fraktionsvorsitzender Rainer Moll meinte angesichts des „unschätzbaren Einsatzes“ der Feuerwehren müsse man alles tun, um diese zu motivieren. Moll: „Und wir werden ihnen bestimmt kein Gerät vorenthalten, das sie brauchen.“

Der Ausschuss beschloss einstimmig, 236.505 Euro für die Feuerwehr bereitzustellen. Laut Wehr und Verwaltung können davon jedoch 62.250 Euro als Fördermittel in Abzug gebracht werden, sodass der städtische Etat dann letztlich mit rund 174.000 Euro belastet würde.

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