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Schlei-Bote

24. Oktober 2017 | 04:58 Uhr

Historisches Design wird erhalten

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Ein Wirtschaftsgebäude des mehr als 400 Jahre alten Guts Dollrott wird in der alten Kreuzverbandtechnik saniert

shz.de von
erstellt am 08.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Dollrottfeld | Gut Dollrott ist mit Sicherheit das markanteste Bauwerk der Gemeinde Dollrottfeld. Selbst die Bundesstraße 201 erweist dem mehr als 400 Jahre alten Gutshof mit seinen Nebengebäuden ihre Referenz, indem sie in großem Bogen und mit Geschwindigkeitsbeschränkung um das Anwesen herumführt.

Autofahrer auf dieser Bundesstraße beobachteten in den vergangenen Monaten einen Teilabriss des großen Wirtschaftsgebäudes und später eine Ausbesserung der stehen gebliebenen Grundmauern. Spekulationen machten die Runde. "Die Nutzungsdauer dieses Gebäudes war abgelaufen, und deshalb sanieren wir es", nimmt Besitzer Erk Westermann-Lammers Vermutungen um eine Nutzungsänderung die Spitze. Denn das Wirtschaftsgebäude werde für die Landwirtschaft des Gutes gebraucht. Man habe sich nur nicht für einen der modernen Funktionsbauten erwärmen können, sondern wolle versuchen, möglichst viel Substanz des alten Gebäudes zu erhalten.

Deshalb werden alte Steine und Ziegel wieder aufgearbeitet und die neuen Wände in der Kreuzverbandtechnik hoch gemauert. In der Vergangenheit waren Mauersteine meist viel zu schmal, um Wände mit der notwendigen Festigkeit zu ermöglichen. Deshalb wurden sie "im Verband" - also versetzt - verlegt. Dadurch werden Lasten und Kräfte gleichmäßig im Mauerkörper verteilt, und es entsteht dabei ein Muster auf der Wand.

Ästhetik soll erhalten bleiben


Die alten Stallfenster werden - soweit notwendig - aufgearbeitet und wieder eingesetzt. Auch die alten Holztore erfüllen - aufbereitet und mit Rundbögen versehen - wieder ihren ehemaligen Zweck. Auf die Grundmauern wird wie schon vorher ein Holzdrempel aufgesetzt. Bereits im Herbst dieses Jahres sollen die Arbeiten beendet sein. "Wir wollten vor allem die Ästhetik des Ensembles von Gutshaus und Wirtschaftsgebäuden erhalten", erklärt Westermann-Lammers. Ästheten und Nostalgiker gleich welcher Art werden es ihm danken.

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