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350 Jahre Arnis : Hier wird am Sonnabend gefeiert

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Musik, Theater, Kunsthandwerk, Lichtershow: Arnis begeht seinen 350. Geburtstag an vielen Standorten der Stadt.

Ein paar Tage noch, dann sind alle Augen auf Arnis gerichtet: Die kleinste Stadt begeht am Sonnabend, 8. Juli, ihren 350. Geburtstag. Und weil zu einem so bemerkenswerten Tag auch ein mindestens ebenso bemerkenswertes Programm gehört, hat sich der fünfköpfige Festausschuss einiges überlegt, damit sich die Stadt auch von ihrer besten Seite zeigen kann. „Vor einem Jahr haben wir schon erste Ideen diskutiert“, sagt Festausschussmitglied Hans-Joachim Schock. Ein Mix aus Musik, Theater, Sport, Literatur, Handwerk, Kunst, Mitmachaktionen und natürlich Festreden ist dabei herausgekommen – und zwar verteilt über die ganze Stadt.

 

1: Schifferkirche


Dort startet der Festtag mit einem deutsch-dänischen Gottesdienst (10 Uhr), an den sich der Festumzug (10.45 Uhr) durch die Stadt anschließt. Von der Kirche geht es dann vorbei an den geschmückten Häusern (Schock verspricht „überwiegend Gelb und Blau“) der Langen Straße, Musiker marschieren vorweg, dahinter Arnisser Bürger, die Stadtvertreter, die Feuerwehr, der Sportverein, Grundschüler und die Laienschauspieler, die am Abend ihr Theaterstück „Auszug nach Arnis“ zeigen werden, in ihren Kostümen. Ebenfalls in der Schifferkirche ist an diesem 8. Juli letztmals die Ausstellung der Kirchengemeinde Arnis-Rabenkirchen zu sehen: Wertvolle Originale aus der Gründungsgeschichte und Exponate aus der Zeit danach.

 

2: Festplatz


Ziel des Umzuges und Standort des 27 mal zehn Meter großen Festzeltes. Dort übernimmt der Arnisser Bürgermeister Bernd Kugler die Begrüßung (11.30 Uhr), es folgen Festansprachen geladener Gäste. Erwartet werden unter anderem Landrat Wolfgang Buschmann, Kreispräsident Ulrich Brüggemeier, Henrik Becker-Christensen, Dänemarks Generalkonsul in Flensburg, und ein Vertreter der neuen Landesregierung – wer genau, ist noch offen. In das Festzelt passen 300 Zuhörer (also im Grunde alle Arnisser), jeder ist willkommen. Der Quartettverein Kappeln wird die Veranstaltung mit Musik bereichern. Schock kündigt Texte an, „die hier mal in den 20er-Jahren gedichtet wurden“. Autor Nicolaus Schmidt gibt einen kurzen Abriss der Arnisser Geschichte von 1667 bis heute, danach spielt das Rita-Gäbler-Quintett Jazzmusik (12.45 Uhr), am späten Nachmittag die Gruppe „Regulators“ (17 Uhr). Rund ums Zelt wird schließlich der Kunsthandwerkermarkt eröffnet, ein Gaukler tritt auf, ein spezieller Arnis-Stand bietet Produkte der Stadt an. Es gibt Gegrilltes, Vegetarisches und Getränke aller Art. Am Abend führen die Arnisser im Zelt den „Auszug nach Arnis“ auf (19 Uhr) – für Hans-Joachim Schock „der Höhepunkt“. Danach ist Gelegenheit zum Tanz zu Klängen der „Joker Showband“ (20 Uhr).

 

3: Schiffsanleger


Am Steg der früheren „Schleiperle“ liegen der Traditionssegler „Katharina“ und das Wikingerschiff „Sigyn“. Beide können besichtigt werden und bieten Rundfahrten auf der Schlei an. Dort fällt auch der Startschuss zur Regatta des Segelvereins Arnis (13.45 bis 15 Uhr). Eine Stunde lang sind Schiffe aller Klassen auf der Schlei unterwegs, segeln Richtung Karschau und zurück. Schock verspricht: „Alle sind bemüht, möglichst zeitgleich ins Ziel zu kommen, damit sich ein schönes Bild für die Zuschauer bietet.“

 

4: Strand


Mitten an der Schlei wird ein Wikingercamp aufgebaut, das sich ganz besonders durch Mitmachaktionen für Kinder auszeichnet. Gestaltet wird es in erster Linie von den Wikingern, die auch die Wikingertage in Schleswig bestreiten. Und über der Schlei erstrahlt zum Abschluss schließlich eine Lichtershow (23 Uhr).

 

5: Rathaus


Im Rathaus ist eine umfangreiche Ausstellung des Autors Nicolaus Schmidt mit historischen Ansichten der Stadt zu sehen. Nach der Eröffnung (13 Uhr) am Festtag kann sie vier Wochen lang besucht werden.

 

Parken


Anette Steinhäußer vom Festausschuss hat eine dringende Bitte: „Wenn möglich sollte man an diesem Tag nicht mit dem Auto nach Arnis kommen.“ Der Platz nämlich ist äußerst begrenzt – dafür an diesem Tag kostenlos. Der Großparkplatz am Ortseingang oder Sundsacker auf der anderen Seite der Schlei bieten sich an. Von Sundsacker können Gäste mit der Fähre, die bis Mitternacht fährt, nach Arnis übersetzen.

Zwischen Anspannung und Vorfreude – das ist das Gefühlsspektrum, innerhalb dessen sich der Festausschuss in diesen Tagen bewegt. Steinhäußer sagt: „Alle ziehen an einem Strang, das spürt man. Viele stehen bereit, um uns zu unterstützen. Es ist wirklich ein Fest der Stadt.“ Wenn sie sich für den Tag der Tage etwas wünschen dürfte? „Brauchbares Wetter.“ Ein bescheidener Wunsch zum 350. Geburtstag. Und falls es doch regnet? Nicht so schlimm. Im Festzelt ist, wie schon erwähnt, Platz für alle Arnisser – und die stehen an diesem Tag im Mittelpunkt.

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erstellt am 05.Jul.2017 | 06:45 Uhr

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