Geltinger Tage : „Hier lässt es sich leben“

Eröffnung und den Gottesdienst  im Schlosshof: Geltings Bürgermeister Uwe Linde  und Kreispräsident Ulrich Brüggemeier (von links) verfolgen die Veranstaltung.
Eröffnung und den Gottesdienst im Schlosshof: Geltings Bürgermeister Uwe Linde und Kreispräsident Ulrich Brüggemeier (von links) verfolgen die Veranstaltung.

Mit einem ökumenischen Gottesdienst wurde die 37. Geltinger Tage eröffnet. Das Motto „Zirkus“ bestimmt die nächsten Tage in der Gemeinde.

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19. Juli 2014, 14:15 Uhr

Ganz Gelting ist zu einer Manege geworden: Die vier tollen Tage im Kneippkurort sind in vollem Gange. Zu Beginn erklangen Jagdsignale der Bläsergruppe von drei Angelner Hegeringen. Im festlichen Rahmen eröffnete Bürgermeister Uwe Linde am Donnerstagabend im Geltinger Schlosshof das bunte Spektakel, das zum 37. Mal begangen wird – diesmal unter dem Motto „Zirkus“. Dabei schlüpft das kommunale Oberhaupt in die Rolle des „Zirkusdirektors“. Dies jedenfalls erklärte er auf Nachfrage dem als Ehrengast anwesenden Schleswig-Flensburger Kreispräsidenten Ulrich Brüggemeier.

Ehe der Startschuss fiel, fand traditionsgemäß ein ökumenischer Gottesdienst vor der Schlosskulisse statt. Pfarrer Stefan Klinke, zuständig für die katholischen Kirchengemeinden in Flensburg und Kappeln, betonte, dass die Geltinger Tage ein Ausdruck der Freude seien und die Gemeinschaft stärken. Pastorin Janine Linde befasste sich mit dem Thema „Zeit“ und wies auf die gravierenden Unterschiede zwischen Freizeit und Zeitdruck hin. „Die Zeit ist ein Geschenk, aber sie ist begrenzt“, sagte sie. Musikalisch umrahmt wurde die Andacht von Toestruper Kirchenkreis-Posaunenchor und vom Geltinger Männerchor von 1921.

Mit erfreulichen kommunalen Mitteilungen wartete Bürgermeister Linde auf. Wichtig vor allem: In Sachen Hochwasserschutz sei die ‚Binnenlösung“ mit einem Polder nun planerisch in die Endphase gegangen. Nach Vorlage eines positiven Bodengutachtens hätten die zuständigen Gremien des Wasser- und Bodenverbandes Geltinger und Stenderuper Au beschlossen, dass die Planung bis zur behördlichen Baugenehmigung durch das beauftragte Ingenieurbüro vorangetrieben wird. Linde ergänzte: „Ich denke, die jetzige Lösung schützt den Ort – und das ist uns wichtig.“

Weiterhin berichtete er von der in Kürze beendeten Erschließung des dritten Bauabschnitts am Mühlenberg. Von den 19 Grundstücken seien bereits sechs verkauft. Um auch junge Familien als Häuslebauer nach Gelting zu holen, lockt die Kommune mit einer finanziellen Vergünstigung: Eltern mit einem Nachwuchs unter 16 Jahren erhalten beim Grundstückspreis einen Nachlass von zwei Euro pro Quadratmeter und Kind. Laut Linde strebt die Gemeindevertretung an anderer Stelle ein weiteres Baugebiet an.

Dass es im ländlichen Zentralort Gelting in jeder Beziehung boomt, bestätigte Kreispräsident Brüggemeier in seinem Grußwort. „Hier lässt es sich besonders gut leben“, sagte er beim nachfolgenden Empfang im Geltinger Gasthaus. Dabei lobte er das breite Spektrum von Handwerksbetrieben und Nahversorgungszentrum über die medizinische Versorgung bis zu Senioreneinrichtungen. Hinzu komme das bedeutende touristische Potenzial mit Stränden, Kneippeinrichtungen, Yachthäfen und Campingplätzen. Die Geltinger Tage – „ein Höhepunkt an der gesamten Außenförde“ – böten die Möglichkeit zur Entspannung und Unbeschwertheit für Einheimische und Urlauber. Dem für die Organisation und das Festprogramm zuständigen Geltinger Bürgerparkausschuss sprach Brüggemeier seine Anerkennung aus.

Amtsvorsteher Thomas Johannsen aus Niesgrau griff die touristische Bedeutung der Region an der Geltinger Bucht auf, zu der 30 laufende Kilometer von Bade-, Spiel-und Abenteuerstrand gehörten. Doch müsse der „weiße Wirtschaftsfaktor“ weiterentwickelt werden. Johannsen verwies dabei auf den jüngst in Auftrag gegebenen „Masterplan“ für alle 16 Kommunen des Amtes Geltinger Bucht und sagte, darin werde auch die demografische Entwicklung der Region berücksichtigt. „Alle Beteiligten hoffen, dass nach der Fertigstellung auch die Früchte aus der Arbeit folgen“, schloss der Amtsvorsteher sein Grußwort.

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