zur Navigation springen

Verschönerungsverein Kappeln : Heringszaun besser in Szene setzen

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Der Verschönerungsverein denkt vorerst nicht an die Verwirklichung einer Ruhezone am Großparkplatz. Neuer Anlauf für das Bilderprojekt in der Brückenunterführung.

In diesem Frühjahr soll der Brunnen vor der Sparkasse fertig gestellt werden. Das hat sich der Kappelner Verschönerungsverein auf die Fahnen geschrieben. „Das nötige Geld steht dank einer Spende der Firma Steckmest bereit“, sagte der Vereinsvorsitzende Dieter Clausen auf der Jahresversammlung. Des Weiteren will der Verein Bänke in Stutebüll und in Wassermühlenholz am Mühlenbach aufstellen.

Auch auf dem Platz hinter Foto Guth, wo früher das Trafohäuschen stand, sollen Bänke aufgestellt werden. Das ambitionierte Vorhaben, den Platz mit einer Blumenbeeten, Flaggenmasten, Kompassrose und Luftbildaufnahmen auf Holztafeln gänzlich neu zu gestalten, hat der Verein zunächst aus Finanzierungsgründen auf Eis gelegt. Außerdem will der Verein wieder Zuschüsse zur Bepflanzung von Blumenkübeln geben.

Vereinsmitglied Wilhelm Busse warb auf der Versammlung für seine Idee, an den roten Wänden der Brückenunterführung Bilder mit alten Ansichten des Kappelner Hafens anzubringen. Man könne zunächst mit zwei Bildern anfangen und dann sehen, wie das angenommen werde, schlug Busse vor. Vorsitzender Clausen zeigte sich der Idee gegenüber aufgeschlossen: „Wir können ja sehen, wie die Resonanz ist, und ob Spender gefunden werden.“ Bürgermeister Traulsen versprach, zu klären, ob die Straßenbauverwaltung, die Eigentümerin des Bauwerkes ist, gegen das Vorhaben Einwände erhebt.

Das Vorhaben, die Verkehrsinseln zu verschönern, erweist sich zum Teil als kostspielig, da zuvor zumindest teilweise ein Austausch des Bodens erforderlich ist. Traulsen bezifferte die Kosten hierfür auf 2500 Euro, eine Summe, die nicht zur Verfügung stehe.

In einer Rückschau erinnerte Clausen an die Projekte, die der Verein im vergangenen Jahr umgesetzt hat. In der Mühle sind Exponate des Museumsvereins vom Heringszaun zu besichtigen. Der Verschönerungsverein hat den Tisch und die Glaskästen für die Ausstellung beigesteuert. Zur 200-Jahr-Feier des Kleingartenvereins wurden zwei Bänke verschenkt und bei der Streuobstwiese aufgestellt. Außerdem wurde der Innenausbau des Brunnen vorangetrieben und diverse kleinere Projekte unterstützt. „Wir freuen uns, wenn häufiger Bürger auf uns zu kommen und Vorschläge machen“, bekräftigte Clausen.

In seinem Grußwort würdigte Kreispräsident Ulrich Brüggemeier, der als amtierender Heringskönig der Sitzung beiwohnte, die Arbeit des Vereins. „Wer sich im Verschönerungsverein engagiert, trägt dazu bei, Kappeln durch private Initiative attraktiv und schön zu machen.“ Kappelns Bürgervorsteherin Dagmar Ungethüm-Ancker würdigte ebenfalls die Arbeit des Vereins: „Durch Ihre Kreativität wird die Stadt noch schöner.“ Die Gestaltung des Brückenkopfes, des Brunnens für Kappeln aus eigener Hand seien eine tolle Sache und einmalig. Sie plädierte dafür, den Heringszaun, den letzten Europas, touristisch stärker aufzuwerten und am Südhafen etwas Besonderes zu kreieren. „Wir hoffen, dass ganz viele Ideen umgesetzt werden zum Wohle Kappelns“, sagte sie.

„Der Verschönerungsverein schafft auch Wahrzeichen“, sagte Helga Thurau im Namen des Wirtschaftskreises Pro Kappeln. Wie oft sei der Albatros schon fotografiert worden und wie oft der Heringszaun. „Je mehr Wahrzeichen wir schaffen, desto besser für die Stadt“, sagt Thurau. Dem stimmte der Vorsitzende Clausen zu: „Man freut sich, wenn man solche Gelegenheiten bekommt.“

Aktuell hat der Verschönerungsverein 164 Mitglieder, eines mehr als vor einem Jahr, sechs Austritten stehen sieben Neuzugänge gegenüber, verkündete Kassenwart Uwe Frye. Die Einnahmen aus Beiträgen beliefen sich auf 4250 Euro, hinzu kommen Spenden unter anderem 1500 Euro von der Tischlerei Mau, 1000 Euro von der damaligen Heringskönigin Sabine Mau, 500 Euro von der Dorfgemeinschaft Olpenitz 500 Euro.

Demgegenüber stehen Ausgaben unter anderem von 1100 Euro für den Dorfplatz Olpenitz, die Präsentation der Heringszaun-Exponate in der Mühle für Glashauben und Tisch von insgesamt 700 Euro, 3129 Euro für die Heringstage, 400 Euro für die 200-Jahr-Feier der Kleingärtner, 300 Euro Klaus-Harms-Schule, 320 Euro Verschönerung in Stutebüll, 720 Euro für Töpferei Stock für den Innenteil des Brunnens. Insgesamt verfüge der Verschönerungsverein, so Kassenwart über ein Guthaben von 13.729 Euro. Das bedeute, dass der Verein sein Bestand übers Jahr verdoppelt habe, sagte Frye.

Bei den Wahlen wurden einmütig in ihren Ämtern bestätigt Werner Kinast als zweiter Vorsitzender, Olaf Stefanides als Schriftführer und Peter Kraack als Beisitzer.

zur Startseite

von
erstellt am 14.Feb.2015 | 08:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen