Kappeln : Heringstage: Was wünschen Sie sich?

Die Hafenmeile lockt zu den Heringstagen traditionell Zehntausende Menschen an.
Die Hafenmeile lockt zu den Heringstagen traditionell Zehntausende Menschen an.

Die Kappelner sind aufgerufen, ihre Ideen und eigenen Beiträge für das Stadtfest zu formulieren.

shz.de von
02. August 2018, 07:00 Uhr

Die Heringstage stehen immer mal wieder im Zentrum der Aufmerksamkeit. Nicht nur während ihres tatsächlichen Verlaufs, sondern gerne auch im Anschluss, wenn viel über das, was gut und das, was nicht so gut funktioniert hat, diskutiert wird. Das war in diesem Jahr nicht anders. Vermutlich fiel die Debatte sogar ein bisschen heftiger und grober aus, weil sie überwiegend in den sozialen Netzwerken geführt wurde. Der Veranstalter, die Wirtschaft und Touristik Kappeln GmbH (WTK), hat ihre übliche Nachbetrachtung der Heringstage daher dieses Mal in größerem Kreis abgehalten. Neben dem Marketingbeirat der WTK waren auch Akteure dabei, die unmittelbar an Planung und Umsetzung der Veranstaltung mitgewirkt hatten. Das Resultat: Die Kappelner sollen ein Forum erhalten, einerseits ganz konkret ihre ihre Wünsche für ein gelungenes Stadtfest zu äußern, andererseits aber auch genauso deutlich formulieren, was sie selbst bereit sind, dazu beizutragen.

Im Mittelpunkt der Nachbetrachtung stand derweil weniger das Negative der zurückliegenden Heringstage als viel mehr das, was an Gelungenem vielleicht aus der ferneren Vergangenheit wiederbelebt oder als neue Aktion künftig eingeführt werden könnte. WTK-Geschäftsführerin Lara Zemite zählt auf: „Live-Musik auf mehreren Bühnen, Aktionen auf dem Wasser, Gelegenheiten zum aktiven Mitmachen, die Einbeziehung der gesamten Stadt und nicht nur des Hafens, Festzelt, Familienprogramm.“ Wichtig dabei: Nichts des Genannten hatte dabei den Anspruch auf Realisierung. Über allem schwebte aber ein besonderer Ehrgeiz, den Zemite so beschreibt: „Es muss die Aufgabe der WTK sein, etwas für die Heringstage zu finden, das die Kappelner begeistert.“ Dann, so die Hoffnung, wäre gleich ein anderer Knackpunkt gelöst: „Ja, die Heringstage sind auch ein Fest für die Touristen, aber nicht nur. Es geht darum, dass sich die Einheimischen wiederfinden“, sagt Zemite. Das Zauberwort lautet Identität und wirft die Frage auf, wie die Heringstage aussehen müssen, damit die Kappelner sie tatsächlich als ihr eigenes Fest wahrnehmen? „Das ist das, was wir wissen möchte“, sagt Lara Zemite. „Wir wünschen uns, dass die Kappelner uns signalisieren, dass sie die Heringstage wollen und dass sie sich gleichzeitig Gedanken darüber machen, wie ihr eigener Anteil daran aussehen kann.“

Daran gekoppelt ist derweil eine Voraussetzung: Die Kappelner sind aufgefordert, sich darauf einzulassen, nicht ausschließlich zu konsumieren, sondern zu gestalten. Zemite findet: „Wenn man ein Stadtfest will, sollte sich eine Stadt auch mit einbringen. Es steht und fällt mit den Leuten.“

Und die WTK ist bereits aktiv geworden, um der Theorie möglichst die Praxis folgen zu lassen: Getrennt hat man sich davon, Vereine oder Verbände schriftlich um einen Beitrag zu bitten. Stattdessen fiel die Entscheidung auf die persönliche Ansprache. Für Ende des Monats ist nun ein Treffen geplant, bei dem mit Vertretern dieser Vereine über die Gestaltung der Heringstage diskutiert werden soll. Der Veranstaltungsort ist noch offen, da noch unklar ist, wie viele erscheinen werden. „Ziel ist, hoffentlich bis zum Jahresende mehr als eine Vorstellung davon zu haben, wie die Heringstage 2019 aussehen können“, sagt die WTK-Geschäftsführerin.

Bereits jetzt können die Kappelner ihre Wünsche und individuellen Beiträge an die Redaktion des Schlei Boten schicken – unter redaktion. kappeln@shz.de sammeln wir die Angaben. Gleiches gilt für unsere Facebook-Seite, auf der unsere Leser ihren Kommentar hinterlassen können. Wir leiten die Anregungen an die WTK weiter.

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