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Schlei-Bote

14. Dezember 2017 | 07:36 Uhr

Helios schließt die Klinik-Küche

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Neue Zentralküche in Damp soll künftig Schleswig und Schönhagen mit Essen beliefern / Geschäftsführung im Gespräch mit betroffenen Mitarbeitern

shz.de von
erstellt am 28.Jan.2014 | 16:19 Uhr

Mitarbeiter und Betriebsräte sind bereits von der Helios-Geschäftsführung informiert worden: Bis Ende des Jahres soll die Großküche auf dem Schleswiger Stadtfeld geschlossen werden. Die Patienten der Schleswiger Helios-Kliniken werden dann täglich mit Essensportionen aus Damp beliefert. Dort ist geplant, eine neue Zentralküche einzurichten, die nicht nur Schleswig und Damp, sondern auch den Helios-Standort Schönhagen mit versorgen soll. Das bestätigte Reiner Micholka, Regionalgeschäftsführer der Helios-Kliniken, auf Nachfrage.

Wie viele Mitarbeiter von einem Standortwechsel oder gar von Entlassungen betroffen sein werden – auf diese Frage gab es von der Geschäftsführung keine konkrete Antwort. Micholka: „Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir zur Personalsituation noch keine Auskunft geben können, da die Planungen zur Großküche nicht abgeschlossen sind.“ Man sei jedoch mit allen Küchen-Mitarbeitern im Gespräch. Und: „Durch die neue Großküche entstehen auch neue Einsatzmöglichkeiten für viele Beschäftigte von benachbarten Standorten. Wir befinden uns mit allen Beteiligten in der Prüfung.“

Die Gewerkschaft Verdi geht von insgesamt 170 Mitarbeitern in den jeweiligen Küchen der drei Standorte aus, darunter seien etliche Teilzeitbeschäftigte. In der Schleswiger Küche auf dem Fachklinik-Gelände arbeiten nach Verdi-Angaben 14 Mitarbeiter sowie neun Beschäftigte aus dem ehemaligen Martin-Luther-Krankenhaus. Sie alle hätten „teure Altverträge“, daher werde man wohl insgesamt etwa 40 Mitarbeiter einsparen wollen, vermutet die Gewerkschaft. Dazu Bezirksgeschäftsführerin Ute Dirks auf Nachfrage: „Wir erwarten vom Helios-Konzern, dass er keine betriebsbedingten Kündigungen ausspricht. Und wenn Personalabbau – dann nur zu sozialverträglichen Bedingungen.“

Helios-Regionalgeschäftsführer Reiner Micholka verweist indessen auf die frühzeitige Einbindung aller Betriebsräte der einzelnen Standorte und auf „gemeinsame Gespräche“ im Vorfeld der geplanten Küchenschließungen.

Zur Entscheidung des neuen Küchenprojekts von Helios erklärt er: „Die Küchen an allen drei Standorten sind durchweg veraltet und längst an ihre Kapazitätsgrenzen gelangt.“ Zudem verursachten sie hohe Energiekosten. Obwohl sie derzeit noch den Anforderungen der Gesundheitsbehörden entsprächen, wären dennoch hohe Investitionen erforderlich, um sie auf den neuesten Stand der Technik zu bringen. Deshalb sei die Einrichtung der Zentralküche unausweichlich.

„Nach intensiven Prüfungen der drei Standorte bietet sich dabei Damp auch aus logistischer Sicht an, denn zwei Drittel der Patienten und Gäste sind dort direkt vor Ort zu versorgen.“ In absoluten Zahlen bedeutet das: Etwa 2500 bis 3000 Patienten und Gäste beziehen in Damp täglich ihr Essen.

Das Gesamtinvestitionsvolumen für das Projekt könne noch nicht beziffert werden, da die Planungsphase nicht abgeschlossen sei, sagte er. Das Gebäude für die neue Großküche soll etwa 1800 Quadratmeter umfassen. „Wir werden die neueste Küchentechnik installieren, und es entstehen zukunftsorientierte Arbeitsplätze mit großzügig gestalteten Sozialräumen.“

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