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Helios-Klinik Schönhagen muss Speisesaal vergrößern

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Brodersby | Im Strandhus am Mittwochabend die Mitglieder des Bau-, Umwelt- und Sozialausschusses und der Gemeindevertretung Brodersby, zur Sitzung zusammengekommen. Hauptthema: die Planungsabsicht der Helios Klinik Schönhagen, noch in diesem Jahr mit den Bauarbeiten für die Vergrößerung des Speisesaals und des Sporttherapiebereichs zu beginnen.

Für dieses Vorhaben ist eine Änderung des Bebauungsplanes Nr. 3 erforderlich. Im Januar hat die Klinik den entsprechenden Antrag beim Amt Schlei-Ostsee eingereicht. Aufgrund des zeitlich eng gesteckten Rahmens kam dieser, ohne im Bauausschuss beraten worden zu sein, in die Februarsitzung der Gemeindevertretung, kritisierte Ausschussvorsitzender Michael Mikulsky (demIni). Ein Gespräch Anfang April zwischen dem Geschäftsführer der Klinik, Birk Heinrich, und den beiden Bürgermeistern Cristian Schlömer (CDU) und Dieter Olma (demIni) im Beisein des Bauamtsleiters, Norbert Jordan, habe die Unstimmigkeiten hinsichtlich des Verfahrens der Klinik glätten können, so Mikulsky.

320 Patienten samt ihrer Begleitung stehen in der Klinik Schönhagen drei Speisesäle mit 134 Sitzplätzen zur Verfügung. Jede Person hat pro Mahlzeit (Frühstück, Mittag- und Abendessen) 45 Minuten Zeit. In mehreren Sitzungen muss gegessen werden. Oft kommt es zu Überschneidungen. Dass das Stress pur für die Patienten ist und mit Reha wenig zu tun hat, fand auch im Ausschuss Zustimmung. Der Kostenträger habe bereits qualitative Mängel angemahnt, so Mikulsky.

Um die Wirtschaftlichkeit der Klinik, die für die Region mit ihren 100 Stellen ein wichtiger Arbeitgeber ist, nicht zu gefährden, ist die Erweiterung des Speisesaals „existentiell“, warb Bürgermeister Schlömer für die B-Plan-Änderung. Eile sei auch deshalb geboten, da der Helios Konzern fordert, dass 80 Prozent der Kosten für dieses Bauvorhaben bis Ende 2014 geflossen sein müssen.

„Man nimmt uns als Gemeinde so ein wenig den Handlungsspielraum durch die Bedingungen, die uns von Seiten der Helios Klinik gegeben wurden“, kritisierte Mikulsky. Vorgestern gaben sowohl Bauausschuss als auch die Gemeindevertretung grünes Licht für die notwendige Änderung des B-Planes – wenn auch mit Unbehagen hinsichtlich der ihrer Meinung nach mangelnden Transparenz. In einem verkürzten Bauleitverfahren wird der Entwurfs- und Auslegungsbeschluss direkt in die Gemeinde gegeben, danach liegt er vier Wochen zur Einsicht für die Bürger aus. Auf eine übliche frühzeitige Beteiligung der Bürger und Behörden könne verzichtet werden, so Jordan. Auch ein Umweltbericht könne entfallen, nur ein artenschutzrechtlicher Fachbeitrag sei notwendig.

Peter Sauer war sich wie alle Anwesenden der Tatsache bewusst, dass der Speisesaal erweitert müsse, „aber die Art und Weise, wie die Öffentlichkeit ausgehebelt wird, ist mit der Brechstange gemacht“, so der wählbare Bürger (demIni).

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