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Schlei-Bote

22. Oktober 2017 | 23:13 Uhr

Kappeln : Hang in Bewegung geraten

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Erdreich konnte die vielen Niederschläge nicht mehr aufnehmen. Verwaltung: Keine Gefahr für Gebäude oder Menschen.

shz.de von
erstellt am 02.Feb.2016 | 10:00 Uhr

Ein regenreicher Herbst, ein regenreicher Dezember: Das war offenbar zu viel Wasser. Erst vor Kurzem hatte sich in Karschau die Straße an der Schleikante in Bewegung gesetzt. Nun konnte der Hang am Kiekut so viel Feuchtigkeit nicht mehr aufnehmen. Rund 600 Kubikmeter Erdreich haben sich in Bewegung gesetzt.

Graue Planen leuchten vom Kiekut Richtung Penny-Parkplatz. Doch dort war kein Verpackungskünstler am Werk, überhaupt hat das Ganze nichts mit Kunst zu tun. Tatsächlich handelt es sich hierbei um eine Vorsichtsmaßnahme. Vor allem die Regenmassen im Dezember waren Auslöser dafür, dass sich 600 Kubikmeter Erde in Bewegung gesetzt haben.

„Bedeutende Sachwerte sind momentan nicht bedroht, und Personen sind sowieso nicht gefährdet“, sagte Bürgermeister Heiko Traulsen. Die Stadt, der die Böschung gehört, hat einen Geologen für Sicherungsmaßnahmen herangezogen, damit der Hang nicht abrutscht. Der Experte empfahl, einen Teil des Erdreichs abzutragen, um den Druck auf das Wasserwerk zu verringern, denn „das Erdreich am Hang drückt Richtung Wasserwerk“, so Traulsen. Eine schuppenähnliche Überdachung sei bereits abgerissen worden, um am Fuße des Hangs besser arbeiten zu können. Vier Lastzüge haben insgesamt 25 bis 30 Kubikmeter Erde abtransportiert.

Des Weiteren riet der Geologe dazu, einen Entlastungsgraben anzulegen, damit das Wasser abfließen kann und eben den Hang mit Planen abzusichern. Ein Kappelner Tiefbauunternehmen wurde mit der Umsetzung dieser Maßnahmen beauftragt, und vor einigen Tagen hat man die Planen über den Hang ausgebreitet.

Wie Traulsen sagte, müssten die Oberlieger wissen, wie es weitergehe, daher sei man mit den Grundstückseigentümern im Gespräch. „Doch auch auch die Oberlieger müssen ihr Grundstück sichern“, so der Bürgermeister. Der Geologe hatte gesagt, dass die Lage sich wieder beruhigen und die Erde setzen werde, sobald über einen längeren Zeitraum der Regen nachlasse. Als dauerhafte Maßnahme empfahl der Experte, das Erdreich mit Tiefwurzlern wieder aufzuforsten. Das soll dem Hang wieder Halt geben. „Diese Maßnahmen werden wir mit den Anliegern am Hang absprechen“, sagte Traulsen. Derzeit scheint man davon noch weit entfernt zu sein, denn in den nächsten zehn Tagen gibt es offenbar noch keine Entwarnung, da für diesen Zeitraum täglich Regen vorhergesagt ist. Das bedeutet, dass auf die graue Plane vorerst nicht zu verzichten ist.

 

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