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Hafenspitze: Zweiter Abschnitt beginnt

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Aus der Redaktion des Schlei-Boten

In Eckernförde werden die gelben Getreidehallen erschütterungsfrei abgerissen / Danach beginnt der Aushub der Baugrube

In Eckernförde hat der zweite Bauabschnitt an der Hafenspitze begonnen. Seit vergangener Woche decken nun Mitarbeiter des Kieler Unternehmens „Abbruch Nord“ das Dach der gelben Getreidehallen ab. „Wir wollten schon früher anfangen“, sagt Kai Schurkemeyer, Geschäftsführer der Immobiliengesellschaft Penta Nord. „Aber auf dem Dach haben Möwen gebrütet, so dass wir warten mussten, bis die Jungvögel flügge sind.“

Das ist seit zwei Wochen der Fall, und dennoch gehen die Arbeiten nur langsam voran. Der Grund: Die Dachplatten und Teile der Wandverkleidung enthalten Asbest. Ein Einsatz mit der Abrissbirne ist deshalb nicht möglich. Stattdessen demontieren die Arbeiter in Schutzanzügen und Atemmasken vorsichtig Platte für Platte, legen sie in einen mit Folien abgedeckten Container, in dem sie schließlich abtransportiert und als Sondermüll bearbeitet werden.

Eineinhalb Wochen werden diese Arbeiten noch dauern, schätzt Kai Schurkemeyer. Danach beginnt der Abriss der Halle. „Erschütterungsfrei“, betont er. Mit einer Zange ausgerüstet – ähnlich wie sie der Bagger hatte, der vor zwei Jahren die HaGe-Silos am Innenhafen abgerissen hat – werden die Betonwände sukzessive abgeknabbert. Damit soll verhindert werden, dass Erschütterungen Häuser in der anliegenden Altstadt beschädigen. „Wir werden auch Erschütterungsmessungen durchführen“, so Schurkemeyer.

Die Wand zum Jungfernstieg wird dabei als Lärm- und Staubschutz bis zum Schluss stehenbleiben. „Wenn wir keine Überraschungen erleben, werden wir in drei bis vier Wochen mit dem Ausheben der Baugrube und dem Setzen der Pfähle beginnen können.“ Und auch hier gilt: möglichst erschütterungsfreies Arbeiten. Die Pfähle werden gebohrt, nicht gerammt.

Es entstehen zwei Gebäude parallel, die sich eine Tiefgarage teilen: das Haus an der Schiffbrücke und das Gebäude am Jungfernstieg mit insgesamt 40 Wohnungen und Geschäftsräumen. Die Fertigstellung ist für Herbst 2015 geplant. Es folgt der dritte Bauabschnitt mit sechs Stadthäusern vor dem Parkdeck am Jungfernstieg und weiteren 40 Wohnungen zwischen Schiffbrücke und Wohn-Park-Deck. Endgültige Fertigstellung ist laut Plan Ende 2016.

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erstellt am 05.Aug.2014 | 13:45 Uhr

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