Hälfte der Kopperbyer Einsätze ging auf Fehlalarme zurück

Sie wurden in den neuen Feuerwehrvorstand gewählt: Thorsten Schäckermann als Stellvertretender Wehrführer, Jürgen Jensen als Wehrführer (Wiederwahl) und Klaus-Jörgen Becker als Schriftführer und Gruppenleiter (v.li.).
Sie wurden in den neuen Feuerwehrvorstand gewählt: Thorsten Schäckermann als Stellvertretender Wehrführer, Jürgen Jensen als Wehrführer (Wiederwahl) und Klaus-Jörgen Becker als Schriftführer und Gruppenleiter (v.li.).

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09. Januar 2015, 12:00 Uhr

Für die Freiwillige Feuerwehr Kopperby war das Jahr 2014 mit viel Arbeit verbunden. Das machte Wehrführer Jürgen Jensen in seinem Jahresbericht auf der Mitgliederversammlung im Kopperbyer Gerätehaus deutlich.

Wie Jensen vor 15 Aktiven und vielen Ehrenmitgliedern, weiter ausführte, wurde die Kopperbyer Wehr im vergangenen Jahr fünfzehn Mal alarmiert – deutlich mehr als die neun Alarmierungen im Jahr zuvor. Doch waren unter den 15 Einsatzmeldungen auch sieben Fehlalarme durch Rauchmelder. Dennoch sind Rauchmelder laut Jensen gut. Denn sie haben zwei Mal dafür gesorgt, dass ein Feuer verhindert werden konnte. Insgesamt war die Wehr bei acht Bränden im Einsatz, darunter befanden sich auch drei Großbrände.

Die Wehr hat derzeit 23 Mitglieder, davon fünf Frauen. Die Mitglieder waren nicht nur bei der Brandbekämpfung aktiv, sondern auch bei geselligen Veranstaltungen. Unter anderem richtete die Wehr ein Kameradschaftsfest, eine Grillfete und eine Fahrradtour aus: Alles jeweils mit guter Beteiligung. Jensen dankte der Stadt, dem anwesenden Bürgermeister Heiko Traulsen, und den politischen Vertretern, von diesen saß unter anderem der stellvertretende Bürgervorsteher Helmut Schulz in der Runde, für die gute Zusammenarbeit.

Kassenwartin Britta Schuhmacher nannte in ihrem Kassenbericht zwar keine Zahlen, meinte aber, dass „es ein bisschen besser hätte sein können“. Dennoch wurde der Vorstand einstimmig entlastet.

Bei den anstehenden Wahlen gab es große Zustimmung für die Kandidaten. In geheimer Wahl erhielt Jürgen Jensen 14 Ja-Stimmen der 15 stimmberechtigten Anwesenden und wurde damit für weitere sechs Jahre als Wehrführer bestätigt. Neu ins Amt kam Thorsten Schäckermann als stellvertretender Wehrführer. Auch er erhielt in geheimer Wahl 14 der 15 möglichen Stimmen. Beide waren die einzigen Kandidaten. Zuvor hatte Jürgen Jensen sich für sechs Jahre gute Zusammenarbeit bei seinen Kameraden bedankt. Es war eine gute Zeit, die ihn „aber Haare gekostet habe“. Mit idealen 100 Prozent der Stimmen wurde Klaus-Jörgen Becker gleich in zwei Ämter gewählt. Der frühere Wehrführer Becker wurde in offener Wahl jeweils mit 15 Stimmen in die Ämter Gruppenführer und Schriftführer gewählt.

Ungewöhnlich war, dass keine Beförderungen anstanden. Auch die Zahl der Ehrungen blieb überschaubar. Gemeinsam mit Traulsen und Gemeindewehrführer Dirk Schadewaldt überreichte der Wehrführer an Sebastian Buchhold und Ralf Vogt die Dienstzeitschnalle für 10-jährigen Feuerwehrdienst. Für 20-jährigen Dienst wurde Dieter Schuhmacher in Abwesenheit geehrt.

45 Jahre war Hauptlöschmeister Heinz Boysen aktiv im Feuerwehrdienst. Jetzt wurde er in die Ehrenabteilung verabschiedet. Er war unter anderem 34 Jahre stellvertretender Wehrführer. Er habe sich auch um die Zusammenarbeit der Kappelner Wehren verdient gemacht, stellte Gemeindewehrführer Schadewaldt in einer kurzen Laudatio fest. Bei dieser Gelegenheit gab es auch einen Strauß als Dank an die Ehefrau Margret, die ihren Mann für die Feuerwehrarbeit frei gegeben hatte.

Heiko Traulsen gratulierte allen Gewählten. Er freue sich auf die Zusammenarbeit, erklärte er und stellte gleichzeitig die neue Feuerwehrsachbearbeiterin Jule Radix vor, die die Vertretung für Inken Nehmdal übernimmt, die in Kürze in den Mutterschaftsurlaub geht. Jule Radix kennt die Feuerwehrarbeit, denn sie war lange in der Jugendfeuerwehr aktiv.

Auch in Sachen Schwimmhalle bezog der Bürgermeister Stellung. Künftig wird es so sein, dass das Schulschwimmen in Süderbrarup stattfindet. Auch für Senioren deutet sich in Damp eine Lösung an. Der stellvertretende Bürgervorsteher Helmut Schulz bekräftigte, dass die Stadt alles tut, um die städtischen Wehren zu unterstützen, damit sie ihre Arbeit tun kann. „Alles andere wäre schlecht.“

Gemeindewehrführer Dirk Schadewaldt, meinte, dass der Digitalfunk in diesem Jahr eingeführt werden könnte. Jetzt müssen die Fahrzeuge auf diese neue Situation umgerüstet und die Feuerwehrleute geschult werden.

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