Gutachten soll Grundlage für Stadtentwicklung werden

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01. Juni 2014, 16:54 Uhr

Das im August 2013 von der Hamburger Unternehmens- und Kommunalberatungsfirma Dr. Lademann und Partner erstelle Einzelhandelsgutachten für Kappeln soll Teil eines städtebaulichen Entwicklungskonzeptes werden. Dies empfahl nach dem Bauausschuss nun auch der Hauptausschuss der Stadtvertretung. Danach sollen auch die in dem Gutachten ausgesprochenen Handlungsempfehlungen umgesetzt werden, sofern die Stadtvertretung als letztgültige Instanz dieser Empfehlung so folgt.

Im Hauptausschuss gab es aber auch vereinzelt Kritik zu dem Anliegen. SSW-Fraktionsvorsitzender Christian Andresen sagte etwa, dass Kappeln täglich keine 35 000 Besucher habe, wie dies in dem Gutachten behauptet werde. „Ich frage mich, woher diese Zahlen kommen. Ich wehre mich dagegen, dass wir dieses Gutachten zur Bibel unserer Politik machen“, meinte Andresen.

Hauptausschussvorsitzender Matthias Mau (CDU) erläuterte: „Mit diesem Gutachten wollen wir Planungssicherheit bekommen.“ Es solle voll und umfänglich als Teil eines städtebaulichen Konzeptes dienen. Corinna Graunke (CDU) betonte dabei auch die Rolle der Ökonomie: „Die Wirtschaft ist damit voll zufrieden.“

SPD-Fraktionsvorsitzender Rainer Moll stellte klar, dass das Gutachten nur Teil eines städtebaulichen Entwicklungskonzeptes sein könne. „Für die Stadt ist das Gutachten nur eine Empfehlung, eine vernünftige Grundlage, an der man sich orientieren kann“, so Moll. Der Hauptausschuss empfahl daraufhin der Stadtvertretung bei einer Gegenstimme der LWG das Einzelhandelsgutachten als Teil eines städtebaulichen Entwicklungskonzeptes zu beschließen.

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